Tesla eröffnet 800. Supercharger-Standort in Europa

Das US-Unternehmen hat im französichen Avignon seinen 800. Supercharger-Standort in Europa eröffnet. Insgesamt stehen damit 9.000 Ladepunkte zur Verfügung. In Deutschland betreibt Tesla aktuell 128 Supercharger-Standorte mit über 1.600 Ladepunkten, die teilweise auch für Fremdmarken zugänglich sind. Teslas Ladeinfrastruktur ist nun in 30 europäischen Ländern verfügbar.

Größere Standorte an wichtigen Routen

Der Standort in Avignon liegt an der französischen Hauptverkehrsrouten auf dem Weg nach Süden in Richtung Marseille und Côte d’Azur. Hier gibt es 28 Schnellladeplätze für E-Autofahrer. Damit setzt Tesla seine Strategie um, vorrangig größere Standorte zu eröffnen. Den Rekord des größten europäischen Supercharger-Standortes hält weiterhin Nebbenes in Norwegen mit 44 Schnellladeplätzen. Als Tesla im August 2013 die ersten sechs europäischen Supercharger Standorte eröffnete, umfasste jeder vier Schnellladeplätze. Mittlerweile liegt der Durchschnitt pro Standort bei etwas mehr als 11 Superchargern.

Tesla Supercharger: Größtes öffentliches Schnellladenetz Europas

Das im November 2021 gestartete Pilotprojekt der teilweisen Öffnung der Supercharger-Standorte für Dritte wird ausgeweitet. So haben Fremdkunden in bereits 13 Märkten Zugang zu über 250 Supercharger-Standorten und 3600 Schnellladeplätzen. Mit diesem Piloten betreibt Tesla nun das größte öffentliche Schnellladenetz Europas ab 150 kW Ladeleistung.

Volkswagen und Siemens investieren bei Electrify America

Volkswagen investiert gemeinsam mit Siemens 450 Millionen US-Dollar in Electrify America – dem größten öffentlichen Schnell-Ladenetz in Nordamerika. Über ihren Finanzierungsarm Siemens Financial Services (SFS) hält der Technologiekonzern per niedrigem dreistelligem Millionen-Invest eine Beteiligung und nimmt einen Sitz im Verwaltungsrat ein. Mit dem Siemens-Einstieg hat Electrify America jetzt eine Bewertung von 2,45 Milliarden US-Dollar.

Mit unserer zusätzlichen Investition in Electrify America verleihen wir der E-Mobilität in Nordamerika einen weiteren Schub und wachsen in unserem Geschäftsfeld Laden und Energie konsequent. Ziel ist es, die Ladeinfrastruktur von Electrify America bis 2026 mehr als zu verdoppeln und auf 1.800 Standorte und 10.000 Schnelllader zu erweitern“, sagt Thomas Schmall, Volkswagen Konzernvorstand für Technik und CEO von Volkswagen Group Components. Mit Siemens gewinnt Electrify America den ersten externen Investor sowie einen wichtigen strategischen Technologiepartner. Electrify America entstand aufgrund der Auflagen der US-Regierung, die nach Bekanntwerden des VW-Dieselskandals in den USA erlassen wurden. Volkswagen war zunächst alleiniger Anteilseigner.

Zum einen erleichtert das Investment die Wachstumspläne von Electrify America. Zum anderen bekräftigt der Siemens-Einstieg die Bereitschaft zu einer künftigen Zusammenarbeit bei Technologien und Dienstleistungen. Als Komplett-Anbieter für eMobilitäts-Ladeinfrastruktur bietet Siemens eMobility das gesamte Spektrum an AC- und DC-Ladehardware sowie Software und Services.

Electrify America

Stellantis beteiligt sich an Vulcan Energy für die Lithium-Förderung im Oberrheintal

Stellantis investiert in Vulcan Energy Resources Ltd. Der Autohersteller mit 14 Marken beteiligt sich mit 50 Millionen Euro an Vulcan und verlängert seine verbindliche Abnahmevereinbarung auf zehn Jahre. Die Kapitalbeteiligung fließt in das Bohrvorhaben zur Erweiterung der Förderkapazitäten von Vulcan an seiner Produktionsstätte im Oberrheintal. Vulcan produziert dort geothermische Energie und plant nun, Lithiumhydroxid aus Europas größter Lithium-Sole-Quelle zu fördern. Das Hydroxid ist ein wesentlicher Grundstoff für die Batterieproduktion.

Die bedeutende Investition von Stellantis in Vulcan und in das Zero Carbon Lithium-Projekt ist ein starkes Statement eines der größten Automobilhersteller der Welt in Bezug auf die nachhaltige, strategische Beschaffung von Batteriematerialien“, sagte Vulcan-Geschäftsführer Dr. Francis Wedin.

Im Rahmen des Strategieplans Dare Forward 2030 kündigte Stellantis an, bis 2030 einen Absatzmix von 100 Prozent batterieelektrischen PkW (BEV) in Europa und von 50 Prozent bei Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen in den Vereinigten Staaten zu erreichen. Stellantis wird in der Branche führend bei der Eindämmung des Klimawandels sein und bis 2038 Netto-Null-CO2-Emisionen erreichen, mit einer 50 Prozent Reduzierung bis 2030. Stellantis hat kürzlich auch einen Liefervertrag für Lithiumhydroxid in Nordamerika bekannt gegeben.

Ferngesteuerter Transporter von Einride erhält Straßenzulassung in den USA

Einride darf laut National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) sein elektrisches Transportfahrzeuge auf öffentlichen Straßen in den USA betreiben. Das Design des Einride Pods sieht keinen Platz für einen Fahrer an Bord vor. Stattdessen wird der autonome Einride Pod ferngesteuert. Ein Operator überwacht die Fahrt aus der Ferne, was das Pilotprojekt zu einer Branchenpremiere für diese neue Fahrzeugform macht.

Ein Remote Pod Operator wird das Fahrzeug zu jeder Zeit aus der Ferne überwachen. “Dies ist ein Fahrzeugtyp, der noch nie zuvor auf US-Straßen zu sehen war und einen wichtigen Meilenstein und Wendepunkt für die Zukunft der Frachtindustrie markiert“, sagte Robert Falck, CEO und Gründer des schwedischen Unternehmens.

Das öffentliche Pilotprojekt startet im dritten Quartal 2022 ab einer Produktionsstätte von GE Appliances (GEA). Einride war das erste Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit GEA im Jahr 2021 eine Flotte autonomer und elektrischer Fahrzeuge in den USA in Betrieb genommen hat. Einride wurde 2016 gegründet und war 2019 das weltweit erste Unternehmen, das ein autonomes, elektrisches Lastfahrzeug auf einer öffentlichen Straße betrieben hat. Die Technologien und Produkte von Einride ermöglichen es Kunden, Elektrifizierungs- und Automatisierungsmaßnahmen durchzuführen, Sendungen zu bestellen und zu verfolgen, Routen und Aufträge zu überwachen, Daten zu visualisieren und Erkenntnisse zu gewinnen.

Einride

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