Im Tesla-Werk im kalifornischen Freemont endet die Produktion von Model S und Model X. Für die Limousine (S) kommt das Ende nach 14 Jahren. Der SUV mit dem Flügeltüren (X) lief hier 11 Jahre vom Band. Tesla fertigt in den Werkshallen demnächst seinen humanoiden Roboter.
The last Model S & the last Model X have been produced at Fremont Factory
— Tesla (@Tesla) May 10, 2026
14 years of history for Model S, 11 years for Model X
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Kurzfristige Absage der Übergabe
Zum Abschluss legte Tesla noch eine „Signature“-Edition beider Modelle auf. Kunden konnten für knapp 160.000 US-Dollar einen von 250 Model S oder 100 Model X erwerben. Allerdings hat Tesla sein mit Spannung erwartetes Übergabe-Event in der Fremont-Fabrik drei Tage vor dem geplanten Termin am 12. Mai abgesagt — und das ohne jede Erklärung wie electrek schreibt.
Die rund 350 geladenen Käufer erfuhren davon per E-Mail, die aus genau zwei Sätzen bestand: einer Mitteilung über die Absage und einer lapidaren Entschuldigung für etwaige Unannehmlichkeiten. Kein Grund, kein neuer Termin, kein Wort über Entschädigung für Reiseaufwände: “The Signature Edition Delivery Event scheduled for May 12, 2026, has been postponed. We apologize for any inconvenience.”
Dabei handelt es sich nicht um gewöhnliche Kunden. Jeder von ihnen hat 159.420 Dollar für eines der limitierten Fahrzeuge bezahlt und zusätzlich eine Wiederverkaufsklausel mit 50.000 Dollar Strafgebühr unterzeichnet. Viele hatten eigens Urlaub genommen und Reisen quer durch die USA gebucht, um bei dem geplant war als „einmalige Abschiedsfeier der ersten und letzten Signature Edition“ dabei zu sein. Diese Reisekosten dürften sie nun größtenteils nicht mehr zurückbekommen.
Tesla ist bekannt für kurzfristige Änderungen — die Verschiebung des ersten Model S Plaid Deliverys 2021 oder die Robotaxi-Enthüllung 2024 sind bekannte Beispiele. Damals gab es zumindest eine Begründung. Diesmal schweigt das Unternehmen, das bekanntlich keine PR-Abteilung mehr betreibt, vollständig. Für Käufer, die gerade 160.000 Dollar ausgegeben haben, ist das schwer nachvollziehbar — und dürfte dem ohnehin angekratzten Ruf der Marke kaum helfen.