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THG-Quote: Vergleich der Barprämien für E-Auto-Fahrer

VW ID4 Ladesäule THG Quote

Halter eines Elektroautos profitieren von der Treibhausgasminderungsquote – kurz THG-Quote. Zwischen 250 und 365 Euro sind im ersten Jahr (2022) der überarbeiteten Regelung als Barprämie drin. Die Summe wird in den kommenden Jahren steigen. Hier ist eine Übersicht der Ambieter, die nach Anmeldung erstmalig eine Barprämie im Februar 2022 auszahlen werden:

AnbieterPrämie für 2022ZielgruppeAnmerkung
Carbonify352 €Privat,
Gewerblich
82,5% der tatsächlichen THG-Quote
Emobia268 € // 355 €PrivatWahl zw. Fest- und Flex-Option*
Emovy250 € – 300 €GewerblichGarantiert
E-Quota265 € // 444 €GewerblichWahl zw. Fest- und Flex-Option*
Fairnergy275 €PrivatGarantiert
Geld für E-Auto250 €Privat,
Gewerblich
Garantiert
M3E255 €Privat,
Gewerblich
Garantiert
Maingau Energie260 €PrivatNur für Stromkunden
Quotlix300 €Privat,
Gewerblich
Garantiert
Smartificate250 €PrivatGarantiert
The Mobility House250 / 300 €PrivatGarantiert, Nur THG-Quote /
mit Kauf einer Wallbox

Für die Anmeldung genügen Kontaktdaten sowie ein Foto vom Fahrzeugschein. *Emobia bietet für Privatpersonen und E-Quota für Flottenbetreiber die Wahl zwischen Fest- und Flex-Erlös-Option. Letzterer richtet sich danach, wie sich der Quotenpreis am Markt entwickelt. Auch Carbonify garantiert keine feste Prämie, sondern einen Prozentsatz. Die Auszahlung richtet sich letztendlich nach der tatsächlichen Quote für 2022. The Mobility House legt noch 50 € oben drauf, wenn zeitgleich eine Wallbox erworben wird.

Wie funktioniert die THG-Quote?

Der Verkehrssektor ist für ein Fünftel der CO2-Emmissionen verantwortlich. Bis 2030 soll dieser Bereich nur noch 85 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen. Das wäre eine Halbierung im Vergleich zum Niveau von 1990. Die Politik will das mit dem Umweltbonus, Kfz-Steuer nach CO2-Ausstoß und CO2-Limits für die Neuwagenflotte der Hersteller erreichen. Ein weiterer Baustein für Anreize der CO2-Reduktion bildet die Treibhausgasminderungsquote.

Die THG-Quote gibt es schon etliche Jahre. Sie basiert auf der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU (RED II). In ihrer Umsetzung werden Unternehmen, die mit Mineralöl handeln, verpflichtet, jedes Jahr weniger fossile Kraftstoffe zu verkaufen, die CO2 bei der Verbrennung erzeugen. Aktuell liegt diese Quote bei 6 Prozent und steigt bis 2030 auf 25 Prozent. Somit kann immer weniger klassisches Benzin und Diesel verkauft werden. Die Quote erfüllen Tankstellen bisher über den Verkauf von Biodiesel und Benzin mit Bioethanol (E5, E10). Zusätzlich zählt der Verkauf von Ladestrom für E-Autos – aktuell sogar mit dem Faktor drei. Vom daher sieht man auch Angebote für eine THG-Quote bei Ladestromanbietern.

Anstieg der THG-Quote in Prozent

Erweiterung auf E-Auto-Besitzer

Für das Jahr 2022 wurde der Kreis der Antragsberechtigten bei der THG-Quote erweitert. Jetzt können auch Halter von E-Autos beim Umweltbundesamt ihr Fahrzeug registrieren und die eingesparte Menge CO2 am Markt anbieten. Das ist für private Fahrzeughalter allerdings viel zu aufwändig. Wer will schon mit BP und Aral, Shell und Jet verhandeln? Die Mineralölunternehmen haben keine Lust, mit der knapp einer halben Million Halter reiner Elektroautos zu verhandeln. Zumal diese Zahl in den kommenden Jahren spürbar ansteigen dürfte.

Darum haben sich die oben genannten Vermittlungsplattformen gebildet. Sie aggregieren die THG-Quote von vielen Autobesitzern und bieten somit große CO2-Einsparungen am Markt an. Dabei wird für jedes E-Auto die CO2-Einsparung in der Größenordnung von knapp 2.000 kWh pro Jahr angerechnet. Es ist vollkommen unerheblich, wo geladen wird und ob reiner Ökostrom ins E-Auto fließt. Die THG-Quote soll für Tankstellenbetreiber Anreize liefern, mehr Ladesäulen aufzustellen. Kritiker bemängeln, das bei der Anrechnung die Art der Stromerzeugung noch keine Rolle spielt. Wäre Ökostrom Pflicht, wäre der Anreiz zum Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung deutlich größer.

THG-Quote ab Min. 5:53

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Dirk Kunde

Dirk Kunde

Elektroautos, Brennstoffzellen, stationäre Speicherbatterien, Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren – die spannendsten Entwicklungen passieren im Bereich Mobilität. Darum dreht es sich in meinen Artikeln und Videos. Als Journalist bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Mobilität von Morgen.

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