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THG-Quote: Barprämie für E-Auto-Fahrer

VW ID4 Ladesäule

Halter eines Elektroautos profitieren von der Treibhausgasminderungsquote – kurz THG-Quote. Zwischen 100 und 160 Euro sind im ersten Jahr (2022) der überarbeiteten Regelung als Barprämie drin. Die Summe wird in den kommenden Jahren steigen. Hier ist eine Übersicht der Plattformen, die nach Anmeldung eine Prämie auszahlen:

AnbieterPrämie ab 2022Zielgruppen
emobia130 €Privatpersonen, Flottenbetreiber
emovy120 bis 175 €Flottenbetreiber
Fairnergy162 €Privatpersonen
Geld für E-Auto130 €Privatpersonen, Flottenbetreiber
M3E135 bis 160 €Privatpersonen, Flottenbetreiber
Maingau Energie75 €Privatpersonen
smartificate130 €Privatpersonen

Für die Anmeldung genügen Kontaktdaten sowie ein Foto vom Fahrzeugschein.

Wie funktioniert die THG-Quote?

Der Verkehrssektor ist für ein Fünftel der CO2-Emmissionen verantwortlich. Bis 2030 soll dieser Bereich nur noch 85 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen. Das wäre eine Halbierung im Vergleich zum Niveau von 1990. Die Politik will das mit dem Umweltbonus, Kfz-Steuer nach CO2-Ausstoß und CO2-Limits für die Neuwagenflotte der Hersteller erreichen. Ein weiterer Baustein für Anreize der CO2-Reduktion bildet die Treibhausgasminderungsquote.

Die THG-Quote gibt es schon etliche Jahre. Dabei werden Unternehmen, die mit Mineralöl handeln, gezwungen jedes Jahr weniger Kraftstoffe zu verkaufen, die CO2 bei der Verbrennung erzeugen. Aktuell liegt diese Quote bei 6 Prozent und steigt bis 2030 auf 25 Prozent. Somit kann immer weniger klassisches Benzin und Diesel verkauft werden. Die Quote erfüllen Tankstellen über den Verkauf von Biodiesel und Benzin mit Bioethanol (E5, E10). Aber auch der Verkauf von Ladestrom für E-Autos zählt – aktuell sogar mit dem Faktor drei.

Erweiterung auf E-Auto-Besitzer

Für das Jahr 2022 wurde der Kreis der Antragsberechtigten bei der THG-Quote erweitert. Jetzt können auch die Halter von E-Autos beim Umweltbundesamt ihr Fahrzeug registrieren und die eingesparte Menge CO2 am Markt anbieten. Das ist für private Fahrzeughalter allerdings viel zu aufwändig. Wer will schon mit BP, Aral und Jet verhandeln? Die Mineralölunternehmen haben keine Lust, mit der knapp einer halben Million Halter reiner Elektroautos zu verhandeln. Zumal diese Zahl in den kommenden Jahren spürbar ansteigen dürfte. Darum haben sich die oben genannten Vermittlungsplattformen gebildet. Sie aggregieren die THG-Quote von vielen Autobesitzern und bieten somit große CO2-Einsparungen am Markt an. Dabei wird für jedes E-Auto die CO2-Einsparung in der Größenordnung von knapp 2.000 kWh pro Jahr angerechnet. Es ist vollkommen unerheblich, wo geladen wird und ob reiner Ökostrom ins E-Auto fließt. Die THG-Quote soll für Tankstellenbetreiber Anreize liefern, mehr Ladesäulen aufzustellen. Kritiker bemängeln, das bei der Anrechnung die Art der Stromerzeugung noch keine Rolle spielt. Wäre Ökostrom Pflicht, wäre der Anreiz zum Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung deutlich größer.

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Dirk Kunde

Dirk Kunde

Elektroautos, Brennstoffzellen, stationäre Speicherbatterien, Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren – die spannendsten Entwicklungen passieren im Bereich Mobilität. Darum dreht es sich in meinen Artikeln und Videos. Als Journalist bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Mobilität von Morgen.

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