Kia EV2 Black Line: Der Kleine ganz in Schwarz

Kia EV 2 Black Line

Der Kia EV2 komm in einer neuen Spitzenversion. Die Black-Line ergänzt die Palette des in Europa entwickelten und produzierten Kompakt-SUVs mit schwarzen Designelementen, Lederausstattung und serienmäßigem 61-kWh-Akku. Der Einstiegspreis liegt bei 40.890 Euro. Die Auslieferungen starten im September 2026.

Schwarze Akzente als Erkennungsmerkmal

Die Black-Line hebt sich vom Rest der EV2-Familie durch konsequent schwarz gehaltene Designelemente ab. SUV-Akzente an Stoßfängern und Fahrzeugseiten sind in Hochglanzschwarz ausgeführt, ebenso Außenspiegel und Kia-Logos auf Motorhaube und Heckklappe. Die 19-Zoll-Leichtmetallräder zeigen ein geometrisches Design. Sieben Außenfarben stehen zur Wahl, darunter Magma-Rot Metallic als Serienfarbe sowie optional eine Mattlackierung in Ivory Silber Metallic. Gegen Aufpreis ist eine Zweifarbenlackierung mit schwarzem Dach in drei Metallic-Farbtönen erhältlich. Die Black-Line ist mit 4,60 m etwas länger als die Basisvarianten (4,06 Meter).

Innenraum: Fünf oder vier Sitze

Im Interieur dominieren schwarze Oberflächen, ein schwarzer Dachhimmel, Alu-Pedale und ein Sportlenkrad. Die Sitze sind in Lederoptik gehalten, der Fahrersitz elektrisch einstellbar. Serienmäßig kommt die Rückbank mit fünf Sitzen. Optional bietet Kia eine viersitzige Variante mit zwei Einzelsitzen in der zweiten Reihe an, die sich in Längsrichtung verschieben und in der Lehnenneigung verstellen lassen.

Das Kofferraumvolumen liegt je nach Konfiguration zwischen 362 und 403 Litern. Zusätzlich verfügt der EV2 über einen 15-Liter-Frunk unter der Fronthaube, was im B-SUV-Segment nach Kia-Angaben einzigartig ist.

Das Panoramadisplay besteht aus drei Einheiten: einem 12,3-Zoll-Kombiinstrument, dem Infotainmentsystem (ebenfalls 12,3 Zoll) und einem Touchscreen zur Klimasteuerung. Das System unterstützt Android Auto und Apple CarPlay kabellos sowie Over-the-Air-Updates. Das Kia-Connect-Basispaket mit OTA-Updates ist sieben Jahre kostenlos nutzbar. An Bord sind zudem ein KI-Assistent, Musikstreaming und ein WiFi-Hotspot. Das serienmäßige Harman/Kardon-Soundsystem und der 230-Volt-Anschluss (V2L) sind bereits im Basispreis enthalten.

Kia EV 2 Black Line

Antrieb und Laden

Der 61-kWh-Akku der Black-Line liefert in Kombination mit den 19-Zoll-Rädern eine Systemleistung von 99,5 kW (135 PS). Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gibt Kia mit 9,7 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit mit 161 km/h. Die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 418 Kilometer. Beim norwegischen Reichweitentest El Prix übertraf der EV2 seinen WLTP-Wert je nach Ausführung um bis zu 5,4 Prozent.

Beim Gleichstromladen lädt der 61-kWh-Akku in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Als erstes Kia-Modell unterstützt der EV2 optional 22-kW-AC-Laden, das die Ladezeiten an Wechselstromstationen deutlich reduziert. Serienmäßig ist außerdem V2L – also die Abgabe von Strom über eine 230-Volt-Steckdose im Fond oder am Ladeanschluss. Eine V2X-Hardware-Vorbereitung für V2H und V2G ist ebenfalls an Bord.

Die Wärmepumpe gehört zur Serienausstattung der Black-Line, ebenso das intelligente Rekuperationssystem Plus, das Navigations- und Routeninformationen nutzt, um Verzögerungen vorausschauend einzuleiten.

Assistenzsysteme: Niveau oberhalb des Segments

Die Assistenzausstattung der Black-Line geht deutlich über das hinaus, was in der Klasse üblich ist. Serienmäßig an Bord sind unter anderem ein Autobahnassistent 2.0 mit Spurwechselunterstützung, eine navigationsbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-go-Funktion sowie ein Frontkollisionswarner mit Abbiegefunktion, Quer- und Gegenverkehrerkennung und Ausweichfunktion. Hinzu kommen aktiver Totwinkelassistent, Querverkehrwarner hinten mit Notbremsfunktion, Spurfolgeassistent 2.0 und ein Ausstiegsassistent. Optional bestellbar sind eine Rundumsichtkamera, ein fernbedienbarer Parkassistent und ein Totwinkelassistent mit Monitoranzeige.

Preise, Produktion, Garantie

Kia produziert den EV2 im slowakischen Werk Zilina, demselben Standort, an dem auch der EV4 vom Band läuft. Die Fertigung der Langstreckenversionen mit 61-kWh-Akku, inklusive GT-Line und Black-Line, startete am 19. Juni 2026. Die Ausführungen mit Standardakku (42,2 kWh) laufen seit März.

Die Palette beginnt bei 26.600 Euro für die Basisversion Light mit 42,2-kWh-Akku und bis zu 317 km WLTP-Reichweite. Die Black-Line kostet in der Serienausstattung 40.890 Euro. Kia gewährt sieben Jahre Herstellergarantie, acht Jahre Batteriegarantie (oder 160.000 km) sowie eine zweijährige Premium-Mobilitätsgarantie.

Mit der Erweiterung der EV2-Palette bieten wir unseren Kunden mehr Möglichkeiten, ein Elektrofahrzeug zu wählen, das zu ihrem Lebensstil passt. Von einer großen Reichweite bis zu ausdrucksstarken Designvarianten wie GT-Line und Black-Line verbindet der EV2 Alltagstauglichkeit mit einer starken visuellen Identität im Segment der kompakten SUVs„, sagt Pablo Martinez Masip, Vice President Product, Marketing & Customer Experience bei Kia Europe

Nach oben gestreckt

Der EV2 Black-Line positioniert sich am oberen Rand des B-SUV-Segments, preislich aber noch deutlich unterhalb kompakter Mittelklasse-Stromer wie dem VW ID.3 oder dem Renault Scenic E-Tech. Mit 418 km WLTP-Reichweite, 22-kW-AC-Laden und dem Assistenzpaket tritt Kia offensiv gegen Wettbewerber an, die in dieser Fahrzeugklasse bei Technologieausstattung und Ladegeschwindigkeit noch Abstriche machen. Ob die Nachfrage den Preis von knapp 41.000 Euro für einen B-SUV rechtfertigt, wird der Markt ab Herbst zeigen.

Kia EV 2 Black Line
Bild von Frank Schultz

Frank Schultz

ist passionierter E-Auto-Fahrer. Für ihn zählen leises und vor allem entspanntes Fahren zu den Vorteilen. Die Ladepausen verbringt er mit einem Blick auf die neuesten Meldungen zur Elektromobilität und postet sie hier.

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