Insellösung Astypalea auf gutem Weg: Volkswagen elektrisiert die Mobilität einer griechischen Insel

Volkswagen: Elektroinsel Astypalea

Volkswagen nutzt die griechische Insel Astypalea mit seinen rund 1.300 Bewohnern als Testlabor für die Mobilität von Morgen. E-Autos, Ride- und Car-Sharing sowie erneuerbare Energieerzeugung gehören zum Programm. Nach zwei Jahren zieht der Autokonzern ein positives Zwischenfazit. “Viele Veränderungen auf Astypalea werden wir in den kommenden zwei Jahrzehnten auch in anderen Regionen Europas erleben. Besonders eindrucksvoll ist der Stimmungsumschwung der Menschen von anfänglicher Skepsis hin zu großer Zustimmung innerhalb von nur zwei Jahren. Das zeigt: Eine schnelle Transformation ist möglich, wenn Unternehmen, Politik und Gesellschaft an einem Strang ziehen“, sagt Maik Stephan, Head of Business Development des Volkswagen Konzerns.

25 Prozent der Inselbewohner nutzen den Astybus

Der Ridesharing-Dienst Astybus hat die traditionelle Buslinie ersetzt, die auf Astypalea einen stark eingeschränkten Nahverkehr angeboten hatte. Anders als die Buslinie ist Astybus das ganze Jahr über in Betrieb und bindet mehr Orte auf der Insel an. Dafür kommen je nach Jahreszeit bis zu fünf Fahrzeuge zum Einsatz. Somit hat sich das Angebot schnell etabliert. Ein Viertel der Einwohner nutzt den Ridesharing-Dienst Astybus regelmäßig. Alleine in den vergangenen zwölf Monaten hat Astybus mehr als 200.000 Kunden-Kilometer absolviert. Auch die Elektrifizierung macht Fortschritte: Praktisch alle Neuwagen, die auf Astypalea zugelassen werden, sind inzwischen reine E-Autos.

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Der nächste Schritt ist die Erneuerung des Energiesystems, das schrittweise auf lokal erzeugten Solarstrom umgestellt werden soll. Bislang gibt es zwei kleinere Solaranlagen, die unter anderem den Strom für die E-Flotte liefern. Der nächste Meilenstein ist der Aufbau eines hybriden Energiesystems, das 2024 ans Netz gehen soll und aus einem Solarpark mit 3,5 Megawatt Leistung pro Jahr und einem Batteriespeicher bestehen wird. Der Solarpark wird künftig 100 Prozent des Energiebedarfs für die E-Mobilität und bis zu 60 Prozent des allgemeinen Energiebedarfs der Insel abdecken. Die europaweite Ausschreibung für das Energieprojekt wurde vor kurzem abgeschlossen. 

Bis 2026 soll das Energiesystem weiter ausgebaut werden und in der finalen Stufe mindestens 80 Prozent des gesamten Energiebedarfs decken. Bislang wird die Insel vorwiegend mit Strom aus Dieselgeneratoren versorgt, die bis zu 5.000 Tonnen CO2 pro Jahr emittieren. 

Sharing mit zwei und vier Rädern

Über den Vehicle Sharing-Dienst AstyGo können Kunden sowohl E-Autos von Volkswagen als auch E-Scooter von Seat Mó und E-Bikes von Ducati ausleihen. Die Buchung erfolgt per Smartphone über die AstyMove-App. Die im Juni 2021 gestarteten Maßnahmen zur Transformation der Mobilität sind inzwischen nahezu vollständig umgesetzt. Dazu zählen der Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, das Förderprogramm für Privatkunden und Unternehmen, die Elektrifizierung der Behörden-Fahrzeuge u.a. von Polizei und Flughafen-Verwaltung sowie die Mobilitätsdienste Astybus und AstyGo. Die Zahl der E-Fahrzeuge auf der kleinen Insel ist innerhalb kurzer Zeit von null auf 84 gestiegen. 

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Grüne Energie: 3,5-Megawatt-Solarpark startet 2024

Der nächste Schritt ist die Erneuerung des Energiesystems, das schrittweise auf lokal erzeugten Solarstrom umgestellt werden soll. Bislang gibt es zwei kleinere Solaranlagen, die unter anderem den Strom für die E-Flotte liefern. Der nächste Meilenstein ist der Aufbau eines hybriden Energiesystems, das 2024 ans Netz gehen soll und aus einem Solarpark mit 3,5 Megawatt Leistung pro Jahr und einem Batteriespeicher bestehen wird. Der Solarpark wird künftig 100 Prozent des Energiebedarfs für die E-Mobilität und bis zu 60 Prozent des allgemeinen Energiebedarfs der Insel abdecken. Die europaweite Ausschreibung für das Energieprojekt wurde vor kurzem abgeschlossen. 

Bis 2026 soll das Energiesystem weiter ausgebaut werden und in der finalen Stufe mindestens 80 Prozent des gesamten Energiebedarfs decken. Bislang wird die Insel vorwiegend mit Strom aus Dieselgeneratoren versorgt, die bis zu 5.000 Tonnen CO2 pro Jahr emittieren.

Wissenschaftliche Begleitstudie zeigt große Zustimmung

Die wissenschaftliche Begleitstudie zeigt eine hohe Zustimmung zur Transformation: 80 Prozent der Menschen auf Astypalea sehen E-Mobilität und Mobilitätsdienste positiv. Das ist eine signifikante Verbesserung gegenüber der ersten Umfrage zu Beginn des Projekts 2021 und zeigt, wie wichtig die fundierte Aufklärung über neue Technologien und Dienstleistungen ist. Besonders gut bewertet wird der Ridesharing-Dienst Astybus, der auf 97 Prozent Zustimmung stößt. Geschätzt wird unter anderem die flexible Nutzung in Verbindung mit günstigen Preisen. Die Befragung zeigt auch, dass auf Astypalea insbesondere die Kosten ein entscheidender Faktor für den Umstieg auf das E-Auto sind. Die Ladeinfrastruktur wird dagegen nicht mehr als Hinderungsgrund gesehen. Die Befragungen fanden in zwei Wellen im Winter 2022/23 und im Sommer 2021 statt, insgesamt nahmen 211 bzw. 221 Menschen teil. Die Studie wird von Wissenschaftlern der Universität der Ägäis (Griechenland) und der Universität Strathclyde (Schottland) durchgeführt und begleitet das Projekt über mehrere Jahre.


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Dirk Kunde

Elektroautos, Brennstoffzellen, stationäre Speicherbatterien, V2G, Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren – die spannendsten Entwicklungen passieren im Bereich Mobilität. Darum geht es in meinen Artikeln und Videos. Als Journalist bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Mobilität von Morgen.

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