Moia verlagert Fahrbetrieb in Hamburg in die Nacht

Moia in Hamburg

Die VW-Konzerntochter Moia stellt ihren Fahrbetrieb in Hamburg doch nicht wie angekündigt komplett ein. Ab dem 1. April 2020 gibt es von 0:00 bis 6:00 Uhr morgens einen Nachtfahrdienst. Der wird sogar auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Somit kommen Menschen in systemrelevanten Berufen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nach Schichtende sicher nach Hause bzw. zur Arbeit.

Moia wird Teil des ÖPNV

Inhaber von HVV Zeitkarten, DB City Tickets oder einer HVV Einzelkarte für den Großbereich fahren in den Moia-Bussen kostenlos. Gleiches gilt für Kinder unter 14 Jahren, die Erwachsene begleiten. Alle anderen Fahrgäste zahlen pauschal vier Euro pro Fahrt. Gebucht wird der nächtliche Fahrservice wie gewohnt über die App. Der Ein- und Ausstieg innerhalb des bisherigen Geschäftsgebietes erfolgt an den vorhandenen Haltepunkten. Im übrigen Stadtgebiet fährt Moia nun auch die Haltestellen des HVV an.  

Maximal zwei Einzelpersonen in einem Auto

Das Pooling, also das Bündeln von Fahrgästen auf einer Strecke, wird auf maximal zwei Einzelpersonen begrenzt. Sollte man eine Fahrt für mehr als zwei Personen buchen (z.B. Familie oder Kollegen), so werden dieser Fahrt keine weiteren Fahrgäste hinzugefügt. Zum Schutz des Fahrers wird der Fahrerbereich mit einer transparenten Folie abgetrennt. Bargeld wird nicht angenommen, die Fahrten werden digital über die abgerechnet (mit dort hinterlegten Zahlungsmethoden). Die Moia-Busse werden während der Einsatzzeit regelmäßig gereinigt, die Fahrer haben zusätzlich Desinfektionsmittel an Bord.  

Moia schreibt, dass sich das Unternehmen mit den Nachtfahrten an den Maßnahmen Hamburgs beteiligt, mit denen die Stadt während der Corona-Pandemie die Mobilität bedarfsgerecht optimieren möchte. Von Zahlungen der Stadt ist nicht die Rede. Doch man darf jedoch annehmen, dass sich das privatwirtschaftliche Unternehmen diesen Fahrdienst von der Stadt zumindest bezuschussen lässt.

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