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Foxconn haucht Byton neues Leben ein

Byton

Die Foxconn Technology Group könnte dem gestrauchelten Elektroauto-Start-up Byton auf die Beine helfen. Laut einem Bloomberg-Bericht wurde eine strategische Kooperation zwischen dem Auftragsfertiger und Byton unterzeichnet. Das Investment umfasse laut Artikel 200 Millionen US-Dollar.

Foxconn ist vor allem als chinesisches Fertigungsunternehmen für Apples iPhones bekannt. Das Unternehmen baut aber auch für Dell, Nintendo, Microsoft und Sony Unterhaltungselektronik zusammen. Foxconn ist die Marke, unter der die börsennotierte Hon Hai Precision Industry aus Taiwan am Markt agiert.

Noch ist Hon Hai nicht im Automobil-Bereich aktiv, auch wenn ein angekündigtes Joint-Venture mit FiatChrysler in China existiert. Im Oktober 2020 präsentierte Hon Hai ein Chassis für Elektroautos sowie eine Softwareplattform, die Auto-Start-ups den Einstieg in die Massenfertigung erleichtern soll.

Foxconn, Byton sowie die Regionalregierung von Nanjing unterzeichnen den Vertrag

Byton-Investoren überweisen nicht

Verzögerungen bei der Auszahlung zugesagter Investorengelder innerhalb der dritten Finanzierungsrunde als auch die Corona-Pandemie brachten den Entwicklungsmotor bei Byton zum Stottern. Die Produktion der Vorserienversion des elektrischen M-Bytes kam ins Stocken. Im April 2019 wurde den meisten Mitarbeitern am Standort im Silicon Valley gekündigt. Mitarbeiter in China mussten Gehaltskürzungen bis hin zum vollständigen Zahlungsstopp hinnehmen. Die Mitarbeiter im Münchner Design- und Entwicklungszentrum wurden größtenteils in Kurzarbeit geschickt. Einige Manager der Führungsetage sprangen ab. Gründungsmitglied und CEO Daniel Kirchert verließ im Oktober 2020 das Unternehmen. Personalchefin Qingfen Ding übernahm kommissarisch die Leitung.

Byton Fabrik in Nanjing
Vorserienfertigung von Byton in Nanjing

Welche Rolle spielt FAW?

Zu den Byton-Investoren zählen unter anderem die Lokal-Regierung von Nanjing (Nanjing Economic and Technological Development Zone), Batteriezellproduzent CATL, der japanische Mischkonzern Marubeni sowie Autohersteller FAW. Er wurde immer wieder spekuliert, ob das staatliche chinesische Unternehmen First Automotive Works (FAW) Byton „günstig“ aufkaufen wolle. Schließlich war die Entwicklungsarbeit beim Ausbruch der Corona Pandemie weitestgehend abgeschlossen und die neu errichteten Fertigungsanlangen in Nanjing bereit zum Hochlauf.

Daniel Kirchert auf der IAA 2019 in Frankfurt

Wer hat bei Byton das Sagen?

Im September 2020 wurde laut Gasgoo ein neues Unternehmen mit dem Namen Nanjing Shengteng Automobile Technology Co. gegründet. Ausgestattet mit umgerechnet rund 300 Millionen US-Dollar ist es gut finanziert und soll den Start in den Massenmarkt vorantreiben. Zu den Investoren zählt neben der Lokalregierung von Nanjing auch die FAW Group.

Inzwischen schreibt Byton selbst über die Unterzeichnung des Vertrages. „Gemäß der Vereinbarung bringt Foxconn industrielle Ressourcen und seine Expertise in fortschrittlicher Fertigungstechnologie ein, um die Produktion von Bytons M-Byte zu unterstützen“, heißt es in der Mitteilung. Der Produktionsstart des elektrischen SUV ist für das erste Quartal 2022 vorgesehen. Eine Fabrik mit State-of-the-Art Lackierstraße, Presse und Kuka-Robotern besitzt Byton in Nanjing bereits. Was zum Marktstart bislang fehlte, waren Geld und eine eindeutige Führungsstruktur.

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Dirk Kunde

Dirk Kunde

Elektroautos, Brennstoffzellen, stationäre Speicherbatterien, Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren – die spannendsten Entwicklungen passieren im Bereich Mobilität. Darum dreht es sich in meinen Artikeln und Videos. Als Journalist bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Mobilität von Morgen.

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