Seit dem 8. Juni 2026 wird der Škoda Epiq im Volkswagen Werk Navarra produziert. Das Werk bei Pamplona in Spanien beschäftigt knapp 5.000 Mitarbeiter und baut täglich mehr als 1.400 Fahrzeuge. Bislang sind das die Verbrennermodelle Taigo und T-Cross. Mit dem Epiq hält erstmals ein vollelektrisches Škoda-Modell Einzug in die Anlage. Der VW ID.Cross folgt demnächst.
Damit konzentriert Volkswagen die Fertigung seiner Urban Car Family in Spanien. Die vier Modelle sollen ab 25.000 Euro einen bezahlbaren Einstieg in die Elektromobilität bieten. Erst vor wenigen Tagen hatte Volkswagen-Konzern-Chef Oliver Blume zusammen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez die Produktion von Cupra Raval und ID.Polo in Martorell bei Barcelona eingeweiht.

CEO Klaus Zellmer nennt den Produktionsstart „einen historischen Moment“ und verspricht „vollelektrisches Fahren zugänglicher denn je“. Der Epiq basiert wie die drei anderen Modelle auf der neuen MEB+-Plattform und soll mit einer Reichweite von bis zu 440 Kilometern alltagstauglich sein. Die Leistung reicht je nach Variante von 85 bis 155 kW (211 PS).
Für Škoda ist es ein Novum: Noch nie zuvor hat die tschechische Marke ein Modell in Spanien gebaut. Die Auslagerung nach Pamplona bietet einen praktischen Nebeneffekt: Die eigenen Werke in Mladá Boleslav bleiben für andere stark nachgefragte Modelle frei. Zusammen mit dem noch kommenden Peaq soll der Epiq die rein elektrische Modellpalette der Marke bis Ende 2026 verdoppeln.
Ab 2027 soll auch die Produktion von Batteriezellen für die Urban Car Family in einer Fabrik bei Valencia hochlaufen. Doch zunächst steht der Hochlauf der Zellfertigung im ersten PowerCo-Werk in Salzgitter an.

