Polestar liefert Batterie für Tragflächen-Boot von Candela

Candela Hydrofoil E-boot Batterie Polestar

Polestar liefert Batterie- und Ladesysteme an den E-Boot-Hersteller Candela. Der schwedische Bootsbauer entwickelt Elektroboote mit Tragflächenantrieb (Hydrofoil). Durch den Einsatz der computergesteuerten Tragflächen, die den Rumpf über die Wasseroberfläche heben, ”fliegen” die Elektroboote von Candela über das Wasser. Sie verbrauchen auch bei hohen Geschwindigkeiten bis zu 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Motorboote. Die Boote von Candela sind emissionsfrei, geräuscharm und erzeugen kein Kielwasser. Die Tragflächen-Boote kombinieren einen geringen ökologischen Fußabdruck mit besserem Komfort für die Passagiere aufgrund eines ruhigeren Fahrgefühls im Vergleich zu herkömmlichen Booten (siehe Video).

Batterie im T-Format

Durch die Verbindung der Batterien mit der elektrischen Tragflächen-Technologie wollen beide Unternehmen das Wachstum nachhaltiger Elektromobilität in der Gesellschaft vorantreiben. „Ich bin fasziniert von der Art, wie die Boote elegant und effizient durch – oder besser über – das Wasser gleiten. Sie sind ein wunderbarer Beweis für die Ästhetik und das Erlebnis, das moderne, nachhaltige Technologie kreieren kann“, sagt Thomas Ingenlath, CEO von Polestar.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Batterie-Paket im E-Boot besser integrieren lässt als in der Elektro-Limousine Polestar 2. Beim T-Format haben die Passagiere auf der Rückbank im Fußraum in der Mitte ein Hindernis – wie früher der Kardantunnel beim Verbrenner. Viele Hersteller setzen auf den Vorteil eines flachen Bodens mit der Batterie unter dem Fußraum. Allerdings ist der Platz für Batterie und ausreichend Kopffreiheit bei einer Limousine begrenzt. Das erklärt die Beliebtheit der SUV-Formate bei E-Autos. Die höhere Bauform erleichtert es den Ingenieuren, alle Anforderungen unter zu bekommen.

Polestar Batterie
Polestar Batterie-Paket im T-Format

Tragflächen heben E-Boot über die Wasseroberfläche

Candela wurde 2014 vom Ingenieur Gustav Hasselskog gegründet und stellte 2019 sein erstes Serienmodell vor. Mit einer Reichweite von 50 Seemeilen bei 20 Knoten stellte das C-7 mehrere Weltrekorde für Elektroboote auf. Die limitierte Produktion von 32 Einheiten endete 2021. Im gleichen Jahr brachte Candela das größere Nachfolgemodell Candela C-8 auf den Markt. Es bietet Platz für acht Passagiere, hat eine Reichweite von 50 Seemeilen bei 22 Knoten und eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Knoten. Angetrieben wird es vom selbst entwickelten Candela C-POD, einem elektrischen Pod-Motor. Mit mehr als 150 verkauften Einheiten ist das C-8 das meistverkaufte elektrische Premiumboot. Im Jahr 2022 stellte Candela das Taxiboot Candela P-8 Voyager und die Elektrofähre P-12 vor, welche die elektrische Tragflügeltechnologie auf kommerzielle Schiffe übertragen. „Polestar ist ein Traumpartner für uns. Während die Elektrifizierung von Autos in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat, ist der Schiffssektor ins Hintertreffen geraten. Durch die Verbindung unserer effizienten Tragflügelboot-Technologie mit den Hochleistungsbatterien von Polestar können wir gemeinsam die Einführung von Elektrobooten auf dem Massenmarkt beschleunigen”, sagt Gustav Hasselskog, CEO von Candela.

Gemeinsames E-Bike mit Cake

Thomas Ingenlath, CEO von Polestar mit Stefan Ytterborn, Cake-CEO, bei der IAA 2021 in München

Die Kooperation steht in guter “Tradition” der noch jungen Automarke. Polestars CEO, Thomas Ingenlath, ist von Hause Designer. Er hat einen Faible für gute Gestaltung und Elektromobilität. So gibt es bereits eine Zusammenarbeit mit der schwedischen E-Motorradmarke Cake. Während der IAA 2021 in München zeigten die beiden Unternehmenslenker ein E-Bike. Das lässt sich auf einem Fahrradträger am Heck des Polestar 2 transportieren. So kann man mit dem E-Auto bis an den Stadtrad fahren und dann die engen Straßen platzsparend und leise mit dem E-Bike erkunden.

Dirk Kunde

Dirk Kunde

Elektroautos, Brennstoffzellen, stationäre Speicherbatterien, V2G, Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren – die spannendsten Entwicklungen passieren im Bereich Mobilität. Darum geht es in meinen Artikeln und Videos. Als Journalist bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Mobilität von Morgen.

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