Rolls-Royce Spectre elektrisiert die Ultra-Luxury Electric Super-Klasse

Rolls-Royce Spectre

Rolls-Royce, das ist britische Monarchie, James Bond und große Luxus-Autos. Auch die fahren nun elektrisch. Der erste Wurf der Briten in bayrischer Hand (BMW) heißt Spectre. Der Hersteller hat eine eigene Fahrzeugkategorie für das E-Auto geschaffen: das Ultra-Luxury Electric Super Coupé.

Der Spectre basiert auf der „Architecture of Luxury“-Plattform von Rolls-Royce, auf der auch Verbrenner-Modelle wie Phantom, Cullinan und Ghost entstehen. Doch ab spätestens 2030 stellt die Marke alle Antriebe vollständig auf E-Motoren um.

Das zweitürige, jedoch viersitzige Coupé wird mit einer Motorleistung von 430 kW und 900 Nm Drehmoment angetrieben. in 4,5 Sekunden soll das 2.975 kg schwere Fahrzeug aus dem Stand auf 100 km/h sein. Die Reichweite wird mit bis zu 520 km (WLTP) angegeben.

Rolls-Royce Spectre

Beginn eines mutigen neuen Kapitels”

Spectre besitzt alle Qualitäten, die den Mythos Rolls-Royce gesichert haben. Dieses unglaubliche Automobil, von Anfang an als unser erstes vollelektrisches Modell konzipiert, ist leise, kraftvoll und zeigt, wie perfekt Rolls-Royce für die Elektrifizierung geeignet ist. Der vollelektrische Antriebsstrang von Spectre wird den anhaltenden Erfolg und die Relevanz der Marke sicherstellen und gleichzeitig die Definition aller Merkmale, die einen Rolls-Royce zu einem Rolls-Royce machen, dramatisch verbessern. Dies ist der Beginn eines mutigen neuen Kapitels für unsere Marke, unsere außergewöhnlichen Kunden und die Luxusindustrie. Aus diesem Grund glaube ich, dass Spectre das perfekteste Produkt ist, das Rolls-Royce je produziert hat“, sagt Torsten Müller-Ötvös, CEO von Rolls-Royce Motor Cars.

Rolls-Royce Spectre

Gestaltung: Anlehnung ans Yacht-Design

Der Kühlergrill wird indirekt beleuchtet. 22 LEDs werfen Licht auf die Rückseiten der Lamellen. Das sorge für ein sanftes Leuchten in den polierten Vorderflächen sowie eine dreidimensionale Nachtsignatur, so der Hersteller. Auf dem Kühlergrill thront natürlich weiterhin der Spirit of Ecstacy (Emily).

Weiter heißt es zum Design in Marketing-Prosa: “Im Profil zieht die scharfe, vertikale Buglinie an der Vorderseite von Spectre den Blick nach hinten auf seine monolithischen Flanken. Die untere Linie – bekannt als „Wellenlinie“ – lehnt sich direkt an Yachtdesign an. Anstatt die Bewegung mit hektischen Details oder Applikationen zu übertreiben, schmiegt sich die Karosserie von Spectre sanft in die Schwelle, hellt die Oberfläche auf und erzeugt ein unkompliziertes Bewegungsgefühl, indem sie die darunter verlaufende Straße reflektiert, ähnlich wie der Rumpf einer Rennyacht den Ozean reflektiert, wenn er schneidet durch Wasser. Diese „Wellenlinie“ ist die visuelle Darstellung des „fliegenden Teppichs“, und ihr Aufwärtsschwung nach vorne ist vom sanft anhebenden Bug eines beschleunigenden Motorboots inspiriert.”

Der Gründer hat es schon immer gewusst

Wirklich unterhaltsam wird es in der Pressemitteilung des Autoherstellers in der Passage “Wir haben es schon immer gewusst”: “Im Jahr 1900 prophezeite der Mitbegründer von Rolls-Royce, Charles Rolls, eine elektrische Zukunft für das Automobil. Nachdem er ein Elektrofahrzeug namens The Columbia Electric Carriage erworben hatte, sah er seine Eignung als saubere, geräuschlose Alternative zum Verbrennungsmotor voraus – vorausgesetzt, es gab eine ausreichende Infrastruktur, um dies zu unterstützen.” Wunderbar, man ließ sich ja auch nur 123 Jahre Zeit, die Vision des Gründers umzusetzen. Erste Versionen des Spectres werden im vierten Quartal 2023 ausgeliefert. Der Preis dürfte bei umgerechnet 400.000 Euro liegen.

Rolly-Royce Spectre

Technische Daten: Spectre

Motorleistung: 430 kW

Reichweite: ca. 520 km

cW-Wert: 0,25

Länge / Breite / Höhe: 5.453 / 2.080 / 1.559 mm

Radstand: 3.210 mm

Wendekreis: 12,7 m

Gewicht: 2.975 kg

Dirk Kunde

Dirk Kunde

Elektroautos, Brennstoffzellen, stationäre Speicherbatterien, V2G, Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren – die spannendsten Entwicklungen passieren im Bereich Mobilität. Darum geht es in meinen Artikeln und Videos. Als Journalist bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Mobilität von Morgen.

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