Nio ermöglicht Tagesmieten für größere Batterien

Nio 100 kWh Batterie tageweise mieten

Nio hat auf seinem Power Day in China angekündigt, dass man demnächst größere Batterien auch tageweise mieten kann. Die Idee: Man abonniert seinen Nio mit einer 75 kWh Batterie. Bei einem Wechsel in einer der Nio Power Swap Stations (PSS) kann man eine 100 kWh Batterie erhalten. Bislang musste man diese monats- oder jahresweise bezahlen. Bald kann man für 50 RMB pro Tag, umgerechnet 6,25 Euro, die große Batterie mit 100 kWh mieten. Das ist praktisch für Fahrten in den Urlaub, denn es funktioniert auch One-Way. Man nimmt die größere Batterie beim Start auf und gibt sie in einer Wechselstation am Ziel zurück. Für die Fahrt hat man somit rund ein Drittel mehr Kapazität im Fahrzeugboden. Die Einführung der 150 kWh Semi-Solid-State-Batterie verzögert sich noch etwas, ohne dass Nio einen genauen Termin nannte.

Kein „Blackout“ mehr beim Batteriewechsel

Weitere Verbesserungen: Die Nio E-Autos setzen bald schneller automatisch in die Wechselstation zurück. Bislang werden dafür mehrere Züge vom System benötigt. Auch der kurzzeitige „Blackout“ im Fahrzeug hat bald ein Ende. Beim Batteriewechsel gibt es einige Sekunden, in denen die alte Batterie bereits entnommen und die neue noch nicht eingesetzt ist. In dieser Zeit sind alle Bildschirme und die Lüftung aus. Den Insassen gibt das ein unbehagliches Gefühl. (Ich habe nie ausprobiert, ob die Türen in dem Moment verriegelt sind). Die Bildschirme (Fahrer, Nomi, zentraler Monitor) bleiben demnächst beim Batteriewechsel eingeschaltet. Lediglich die Klimaanlage schaltet sich ab, da sie sehr viel Energie benötigt. Ich schließe daraus, das Auto erhält beim Wechsel durch die PSS Energie oder versorgt die Bildschirme über die 12 Volt Batterie.

Nio wird in wenigen Tagen in China seine 1.600. Wechselstation eröffnen. Im Heimatmarkt betreibt Nio auch Schnellladestationen mit klassischer Kabelverbindung. Davon sind aktuell 1.509 Stationen mit 7.394 Ladepunkten aktiv.

V2G Wallbox für 22 kW Ladung

V2G-Wallbox vorgestellt

Nio hat eine 20 kW Wallbox präsentiert, die auch Energie an das öffentliche Stromnetz abgeben kann. Diese bidirektionale Ladefunktion ist wichtig für den Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Insbesondere bei erneuerbaren Energieformen liegen Herstellung und Nutzung zeitlich oft weit auseinander. Bei Überschüssen und niedrigen Energiepreisen können E-Autos an V2G-Wallboxen Strom aufnehmen und zu Zeiten mit hoher Nachfrage im Netz (und hohen Preisen) wieder abgeben.

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Dirk Kunde

Dirk Kunde

Elektroautos, Brennstoffzellen, stationäre Speicherbatterien, V2G, Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren – die spannendsten Entwicklungen passieren im Bereich Mobilität. Darum geht es in meinen Artikeln und Videos. Als Journalist bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Mobilität von Morgen.

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