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Ionity erhält Geld für weiteren Ausbau

Audi e-tron GT an Ionity Ladesäule

Ionity wächst. Die bisherigen Anteilseigner und die Investmentgesellschaft Blackrock geben weitere 700 Millionen Euro, um das europaweite Schnellladenetz auszubauen. Bis 2025 soll die Zahl der Standorte von derzeit knapp 400 auf mehr als 1.000 steigen. Perspektivisch werden rund 7.000 Ladepunkte zur Verfügung stehen – über vier Mal so viele wie die heute rund 1.500 Ladepunkte. 

Mit BlackRocks Global Renewable Power Platform zieht der erste Nicht-Autohersteller in den Gesellschafterkreis ein. Bislang wird Ionity von BMW, Ford, Hyundai / KIA, Mercedes-Benz sowie den Volkswagen-Marken Audi und Porsche getragen. Das Schnellladenetzwerk ist immer wieder in die Kritik geraten, weil der Ausbau nicht schnell genug voran ging und die Servicequalität mitunter schlecht ausfiel. Zu den prominentesten Kritikern zählt VW-Chef Herbert Diess, der auf Social Media Kanälen von seiner unbefriedigenden Ionity-Erfahrung berichtet.

Ladeparks mit Gastronomie

Ionity Standorte werden zukünftig nicht mehr nur an Autobahnen, sondern auch in der Nähe von Großstädten und entlang stark befahrener Fernstraßen errichtet. Neue Standorte sind von Beginn an für sechs bis zwölf Ladepunkte ausgelegt. Darüber hinaus will das Unternehmen mit dem Flagship-Konzept „Oasis“ den Komfort und Service steigern. Ionity wird vermehrt eigene Grundstücke erwerben, um Raststätten aufzubauen und zu betreiben. Mit überdachten Ladestationen oder Ladeparks samt Gastronomie und Shops will Ionity das Kundenerlebnis beim Laden aufwerten. Diese Idee verfolgt auch der niederländische Ladeanbieter Fastned. Auch die Tochter des Energiekonzerns EnBW investiert stark in den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Städten als auch entlang der Reiserouten.

Das High Power Charging (HPC) Netzwerk von Ionity bietet in 24 Ländern schnelles Laden mit Ökostrom per CCS-Stecker. Insbesondere Elektroautos mit 800 Volt-Batteriesystem profitieren von der schnellen Ladeleistung an den 350 kW HPC-Säulen. Dazu zählen beispielsweise die Modelle Porsche Taycan (270 kW), Audi e-tron GT (270 kW), Hyundai Ioniq 5 (220 kW) und Kia EV 6 (250 kW). „Stärker als bisher ist nicht allein das Produkt ausschlaggebend, sondern das gesamte Ökosystem. Mit dem Fokus auf der Weiterentwicklung und Verbesserung des Ladenetzangebots wird die Ionity-Offensive entscheidend zur Attraktivität der E-Mobilität beitragen“, sagt Audi-Chef Markus Duesmann. Audi plant bis zum Jahr 2025 eine breit angelegte Elektrooffensive mit mehr als 20 vollelektrischen Modellen. Ab 2026 bringt die Marke ausschließlich rein elektrische Modellneuheiten auf den Markt.

Plug and Charge endlich Realität

Ab Dezember 2021 ermöglicht Audi bei etlichen seiner Modelle Plug & Charge (PnC) an Ionity Ladesäulen. Damit wird eine RFID-Karte überflüssig. Die Authentifizierung an den Ladesäulen erfolgt über eine verschlüsselte Kommunikation vollkommen automatisch, sobald das Ladekabel mit dem Fahrzeug verbunden ist. Auch der Abrechnungsvorgang läuft über ein hinterlegten Kundenkonto. Preislich wird es bei Ionity so bleiben, dass Ladekarten der Gesellschafter zu einem günstigeren Tarif laden als Spontanlader ohne Vertrag.

Zeitweise hatten die Marken Porsche und Audi Pläne für eigene Premium-Ladestationen. Audi hält an diesen Plänen fest. Im Dezember geht eine erste HPC-Station mit Lounge an der Messe Nürnberg in Betrieb.

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Dirk Kunde

Dirk Kunde

Elektroautos, Brennstoffzellen, stationäre Speicherbatterien, Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren – die spannendsten Entwicklungen passieren im Bereich Mobilität. Darum dreht es sich in meinen Artikeln und Videos. Als Journalist bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Mobilität von Morgen.

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