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Ein Jahr Moia in Hamburg

Moia Hamburg

Den ersten Geburtstag haben sich die Moia-Macher sicher anders vorgestellt. Aufgrund des Corona-Virus sank die Nachfrage so stark, dass der Betrieb zeitweise eingestellt wurde. Allerdings ist Moia seit dem 1. April 2020 im Auftrag der Stadt Hamburg im Nachtbetrieb unterwegs. Zwischen 0 und 6 Uhr morgens sind 100 E-Fahrzeuge auf den Straßen im gesamten Stadtgebiet, um Menschen von und zur Arbeit zu bringen.

Der Startschuss für den Ride-Pooling-Dienst fiel im April 2019. Bereits sieben Monate später begrüßte das VW-Tochterunternehmen den einmillionsten Fahrgast. Bis Mitte März 2020 hat sich die Zahl mit über zwei Millionen Fahrgästen bereits verdoppelt. Bis zu sechs Fahrgäste finden in den elektrischen Crafter-Bussen Platz.

Moia Bilanz in Hamburg

Flotte und Geschäftsgebiet erweitert

Mit der steigenden Nachfrage gingen auch der Ausbau des Service einher. Anfänglich fuhr Moia in einem Servicegebiet von rund 200 Quadratkilometern mit einer Flotte von 100 Fahrzeugen. Die wurden schrittweise auf 330 Fahrzeuge erweitert. Im März 2020 wuchs das Geschäftsgebietes von 200 auf rund 300 Quadratkilometer. Das deckt rund zwei Drittel des Hamburger Siedlungsgebiets ab und bietet damit Pendlern in den Außenbezirken wie z.B. Schnelsen, Lurup, Eidelstedt, Langenhorn und Rahlstedt eine Transportalternative.

Weitere Meilensteine waren die Eröffnung des zweiten Betriebshofes in Horn im September 2019 und eines Ladepunktes in Hamm im November 2019. Eine dezentrale Ladeinfrastruktur ist der Schlüssel für ein flächendeckendes, vollelektrisches Ridepooling-Angebot. Mehrere, über die Stadt verteilte Betriebshöfe helfen, die Flotte besser zu verteilen und unnötige Wege zum Laden zu vermeiden.

Moia Geschäftsgebiet Hamburg
Mit 300 Quadratkilometern deckt Moia inzwischen zwei Drittel des Hamburger Siedlungsgebietes ab

Mehr Funktionen in der App

Seit Mai 2019 können Kunden den Fahrer(innen) per App ein Trinkgeld geben. Im Sommer 2019 wurden mit PayPal, Google Pay und Apple Pay weitere Zahlungsmöglichkeiten in die App integriert. Für Menschen mit einer Beeinträchtigung des Sehens hat Moia die App mit einer sogenannten „Voice-over-Funktion“ ausgestattet. So kann ein Fahrzeug per Sprachsteuerung bestellt werden.

Sobald das öffentliche Leben in die Städte zurückkehrt, fährt Moia seinen regulären Service wieder hoch. Mit WLAN, Leselicht und USB-Anschluss am Platz ist der Ride-Pooling-Dienst eine bequeme Alternative zum Auto in der Nord-Metropole. Und der größte Vorteil: Am Ziel muss man keinen Parkplatz suchen.

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Dirk Kunde

Dirk Kunde

Elektroautos, Brennstoffzellen, stationäre Speicherbatterien, Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren – die spannendsten Entwicklungen passieren im Bereich Mobilität. Darum dreht es sich in meinen Artikeln und Videos. Als Journalist bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Mobilität von Morgen.

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