Volkswagen macht den nächsten Schritt: Nach dem Polo bekommt der elektrische ID. 4 einen gelernten Modellnamen. Er wird zukünftig als ID. Tiguan angeboten.
Das ist das Ende für ID. 4 und die Coupé-Version ID. 5. Die beiden Varianten wurden seit 2021 insgesamt 950.000 mal ausgeliefert.
Knapper Fahreindruck
Beim Fahrtermin in Wien für den ID. Polo hatte ich die Gelegenheit einen noch getarnten ID. Tiguan zu fahren. Doch hier meine Fahreindrücke wieder zu geben ist schnell erledigt: Fährt sich wie ein ID. 4. Die Fahrt dauerte zehn Minuten über eine Landstraße zum Fototermin, Fahrerwechsel und die gleiche Strecke zurück. Dabei waren auch Cockpit und Mittelkonsole mit einem grauen Tuch abgedeckt. Alle Details zum Auto darf ich erst zur Weltpremiere am 9. Oktober verraten.

Etwas länger geworden
Der ID. Tiguan ist ein komplettes Neudesign. Das einzige Bauteil, dass vom ID. 4 übernommen wird, ist das Dach. Insgesamt wird der elektrische Tiguan acht Zentimeter länger und misst 4,62 m. Der Innenraum wird überarbeitet und damit hochwertiger. Es wird auch eine Retro-Ansicht wie beim ID-Polo geben, allerdings von einer anderen Golfgeneration. Es wird zwei Batterie- und damit auch Motorvarianten geben. Die Reichweite liegt bei der größeren Batterie bei bis zu 600 km. Allerdings bleiben die Ladezeiten (10 bis 80 Prozent) nur knapp unter 30 Minuten. Das können Wettbewerber ins dieser Fahrzeugkategorie besser.

Alle Antriebsarten
Den Tiguan mit Benzin-, Diesel- und Plug-in-Hybridantrieb gibt es weiter. Volkswagen bietet beide Modelle parallel an und lässt so die Kunden über den Antrieb entscheiden. Die Konzernbilanz zeigt, wie groß der Abstand noch ist: 2025 lieferte die Marke über 4,7 Millionen Fahrzeuge aus, darunter rund 382.000 reine Elektroautos. Das sind gut acht Prozent.
„Mehr als 8,3 Millionen produzierte Tiguan belegen die Stärke und das Vertrauen, die mit diesem Modellnamen verbunden sind. Tiguan steht für ein vielseitiges und hochwertiges Modell und damit für True Volkswagen. Mit dem ID. Tiguan führen wir dieses Produktversprechen in die elektrische Zukunft. Denn das vollelektrische Modell orientiert sich an den Stärken des Bestsellers und bietet ein hochwertiges Design, ein großzügiges Raumangebot, intuitive Bedienung und innovative Technologien“, sagt Thomas Schäfer, CEO der Marke Volkswagen.

Viel Wettbewerb bei SUV
Die Konkurrenz im Segment der elektrischen Kompakt-SUV ist groß. Das Tesla Model Y setzt die Maßstäbe bei Absatz und Effizienz. Chinesische Hersteller wie BYD drängen mit gut ausgestatteten Modellen zu aggressiven Preisen nach Europa. Im eigenen Konzern steht der Skoda Enyaq auf derselben technischen Basis wie der ID.4. Im Premiumsegment hat BMW mit dem iX3 auf Basis der Neuen Klasse die Messlatte bei Ladeleistung und Reichweite angehoben. Ein bekannter Name allein reicht deshalb nicht. Entscheidend sind Ladeleistung, Effizienz und Software. Diese Daten liefert Volkswagen erst zur Weltpremiere im Oktober.


