MG startet mit IM 5 und IM 6 Angriff auf die Premiumklasse mit 800-Volt-Technik

MG IM

Der chinesische SAIC-Konzern schärft sein Profil in Europa. Die Marke MG startet im Juli 2026 mit seiner Submarke IM (Intelligence in Motion). Den Anfang machen die beiden E-Autos IM 5 und IM 6 mit 800-Volt-Batteriesystemen, hohen Ladeleistungen und anspruchsvoller Technik.

800-Volt-Batterie als Kampfansage

Die Limousine IM 5 ist 4,93 m lang. Sie wird in drei Varianten angeboten:

  • Standard Range: 490 km mit 75 kWh Batterie. 217 kW Motorleistung und 6,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Ladezeit wird mit 26 Minuten für 10 bis 80 Prozent angegeben.
  • Long Range: 710 km mit 100 kWh Batterie. Dies ist ein 800 Volt-System. Ladeleistung: 17 Minuten für 10 bis 80 Prozent. 300 kW Motorleistung und 4,9 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h.
  • Performance: 575 km Reichweite mit 100 kWh. Allradantrieb mit 553 kW. Beschleunigung in 2,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Bis zu 270 km/h schnell.

IM 6 SUV Coupé wird ebenfalls die 100 kWh Batterie mit 800 Volt-System angeboten. Auch hier gilt die Ladezeit von 17 Minuten für 10 bis 80 Prozent. Das E-Auto beschleunigt in 3,5 Sekunden auf 100 km/h. Mit einer Reichweite von 655 km (WLTP) fällt er aufgrund einer größeren Stirnfläche etwas hinter die Limousine IM 5 zurück.

Dafür bietet der IM 5 mehr Stauraum: 665 Liter im Kofferraum. Daraus werden mit umgeklappter Rückenlehne bis zu 1.640 Liter. In den vorderen Stauraum unter der Fronthaube passen 32 Liter.

Beide Modelle kommen nicht mit den beiden Buchstaben MG als Logo. Auf der Motorhaube und dem Lenkrad sieht man zwei Striche und zwei Punkte als Logo der Submarke.

MG IM 5
Die Limousine IM 5 wird bereits seit Sommer 2025 in UK angeboten

Allradlenkung für mehr Agilität

Um die Fahrleistungen auch in entsprechende Fahrdynamik umzusetzen, stattet MG die IM-Modelle mit einer Allradlenkung aus. Diese soll nicht nur die Agilität bei höheren Geschwindigkeiten verbessern, sondern auch die Handlichkeit im Stadtverkehr erhöhen. Für die Limousine IM5 gibt der Hersteller einen Wendekreis von 9,98 Metern an – ein Wert, der viele Kompaktwagen unterbietet.

Über die Sensorik der Assistenzsysteme, etwa den Einsatz von Kameras, Radar oder Lidar, macht die Mitteilung keine detaillierten Angaben. Hier bleibt abzuwarten, ob die Systeme technologisch mit Wettbewerbern wie Tesla, BMW oder Mercedes-Benz mithalten können.

MG IM Cockpit
Aufgeräumtes Cockpit in den IM-Modellen

Digitales Cockpit und gehobener Anspruch

Im Innenraum zielen die IM-Modelle auf das Premiumsegment. Das Cockpit dominiert ein 26,3 Zoll großes Infotainmentdisplay. Zur weiteren Ausstattung gehören elektrisch verstellbare und belüftete Sitze, ein 50-Watt-Wireless-Charger für Smartphones sowie ein Audiosystem mit 20 Lautsprechern. MG will damit den Anspruch untermauern, nicht mehr nur im Volumensegment, sondern auch technologisch in der ersten Reihe zu agieren.

Europastart im Sommer 2026

Die Expansion nach Kontinentaleuropa folgt auf die Markteinführung in Großbritannien, Norwegen und der Schweiz, die bereits im Juli 2025 erfolgte. Ab Juli 2026 starten die IM-Modelle in Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Diese gestaffelte Einführung zeigt die strategische Planung, mit der MG seine Position in Europa ausbauen will.

MG IM
MG IM 5 und 6

Fazit: Technische Daten überzeugen, die Praxis muss folgen

MG Motor sendet mit den IM-Modellen ein Signal an die Konkurrenz. Die technischen Daten zu Ladeleistung, Reichweite und Antriebskraft positionieren die Limousine IM5 und das SUV Coupé IM6 als ernstzunehmende Herausforderer für Modelle wie das Tesla Model S, den Mercedes-Benz CLA oder den Hyundai Ioniq 6. Das Datenblatt allein macht jedoch noch kein überzeugendes Gesamtpaket aus. Ob die Software, die Qualität der Fahrerassistenzsysteme und die Verarbeitungsqualität mit den etablierten Premiumherstellern mithalten, müssen erste Fahrtests zeigen. Preise nennt die deutsche Niederlassung noch keine. In England starte der IM 5 bei umgerechnet 46.000 Euro und der IM 6 bei 56.000 Euro.

Der MG IM 6 ist als SUV Coupé etwas höher

Bild von Maik Machnig

Maik Machnig

Der selbsternannte Nerd liebt Technologie. Sein großer Wunsch: Eine Fahrt quer durch Deutschland in einem autonom fahrenden Auto.

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