Hyundai erweitert das Angebot für sein elektrisches Flaggschiff Ioniq 9. Mit dem Modelljahr 2027 kommt die neue Ausstattungsvariante Blackline, die sich durch zahlreiche schwarze Designelemente auszeichnet. Technisch bleibt das große SUV unverändert, doch die Koppelung an den stärksten Antrieb treibt den Einstiegspreis für die neue Top-Version auf knapp 90.000 Euro.
Optik-Paket mit Zwangskopplung
Die neue Blackline-Ausstattung positioniert sich preislich oberhalb der bisherigen Top-Version UNIQ und startet bei 89.950 Euro. Hyundai richtet sich damit an Käufer, die eine dunkle, individualisierte Optik bevorzugen. Allerdings koppelt der Hersteller diese Ausstattungsvariante ausschließlich an den stärksten Allradantrieb mit 315 kW (428 PS). Damit ist die Blackline-Version keine frei wählbare Option, sondern ein festes Paket, das den Einstiegspreis deutlich erhöht. Dieser Schritt dient vor allem dazu, den Preis und die Marge des Flaggschiffs weiter zu erhöhen. Passend zum Namen ist die Lackierung ausschließlich in „Abyss Black“ Mineraleffekt erhältlich.

Schwarze Akzente außen und innen
Die Differenzierung zu den anderen Ioniq 9 Modellen erfolgt über eine Reihe von Designmerkmalen. Das Hyundai-Logo an Front und Heck ist in Mattschwarz gehalten, ebenso die Dachreling und der Ioniq 9 Schriftzug. Hinzu kommt ein exklusives Felgendesign, das ebenfalls in Schwarz ausgeführt ist. Ein Panorama-Glas-Schiebedach gehört zum Serienumfang der Blackline-Ausstattung. Im Interieur setzt sich die Gestaltungslinie fort. Ein schwarzer Dachhimmel, schwarze Türverkleidungen sowie Türgriffe, Lenkrad und Mittelkonsole mit Applikationen in schwarzem Chrom komplettieren das Paket.
Technische Basis bleibt unberührt
Abseits der optischen Anpassungen gibt es keine technischen Neuerungen. Die Blackline-Version basiert auf der bekannten Architektur des Ioniq 9 und nutzt den Top-Antrieb mit 315 kW Leistung, der seine Kraft an beide Achsen abgibt. Das Fahrzeug baut weiterhin auf der E-GMP (Electric-Global Modular Platform) mit ihrer 800-Volt-Architektur auf, die hohe Ladeleistungen ermöglicht. Die Energie liefert der bekannte 110-kWh-Akku.

Flexibilität im Innenraum gegen Aufpreis
Obwohl die Blackline-Ausstattung die Spitze des Portfolios darstellt, bleiben einige interessante Features aufpreispflichtig. Digitale Außenspiegel, die das Kamerabild auf Displays im Innenraum projizieren, kosten 1.400 Euro extra. Auch die flexiblen Sitzkonfigurationen für den Fond müssen zusätzlich bezahlt werden. Das 6-Sitzer-Paket „Swivel“ mit drehbaren Einzelsitzen in der zweiten Reihe kostet 1.000 Euro. Alternativ steht für den gleichen Preis das „Relax“-Paket zur Wahl, das auf maximalen Komfort mit elektrisch verstellbaren Einzelsitzen samt Beinauflage und verschiebbarer Mittelkonsole ausgelegt ist.
Fazit: Optik vor Technik
Mit der Blackline-Variante für den Ioniq 9 bedient Hyundai eine spitze Zielgruppe, für die ein individualisiertes Erscheinungsbild im Vordergrund steht. Das Paket ist eine rein optische Aufwertung ohne technische Substanz, die durch die obligatorische Koppelung an den Top-Antrieb den Preis deutlich erhöht. Während Wettbewerber wie der Schwesterkonzern mit dem Kia EV9 auf ähnliche Design-Pakete setzen, müssen sich Kunden bewusst sein, dass sie hier für Ästhetik und nicht für eine technische Weiterentwicklung bezahlen.




