Der kleine Plug-in-Hybrid Dolphin G DM-i von BYD gibt es diesen Sommer ab 89 Euro pro Monat im Leasing. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 28.990 Euro bietet der Wagen im Aktionszeitraum einen besonders attraktiven Einstieg ins elektrische Fahren. Unter Berücksichtigung der Boni von BYD und der maximalen staatlichen Förderung ist er bereits ab 15.990 Euro erhältlich und das erklärt die günstige Leasingrate.
Auf der BYD-Webseite lassen sich auf Anhieb die Leasing-Konditionen nicht finden. Doch für die meisten Angebote gelten eine Leasingsonderzahlung zwischen 4.500 und 6.000,00 €, eine jährliche Laufleistung von 5.000 bis 10.000 km und eine Vertragslaufzeit 48 Monate. Hier könnte BYD etwas transparenter kommunizieren.
Hybride und E-Autos zu Kampfpreisen
Bis zum 31. August 2026 senkt BYD die Preise für einen Großteil seiner Modellpalette. Ein sogenannter Sommerbonus von bis zu 3.000 Euro ergänzt bestehende Förderungen. Das Resultat sind Einstiegspreise, die in der Branche für Unruhe sorgen dürften.
BYD positioniert seine DM-i-Modelle als „Super-Hybride“. Hinter dem Marketingbegriff verbirgt sich ein Plug-in-Hybrid-System (PHEV), das auf eine hohe elektrische Reichweite ausgelegt ist. Anders als bei vielen europäischen PHEVs, deren Verbrennungsmotoren eine zentrale Rolle spielen, ist der Antriebsstrang bei der DM-i-Technologie primär auf den Elektromotor ausgerichtet. Der Benzinmotor dient häufig nur als Generator zur Stromerzeugung und schaltet sich nur bei hohem Leistungsbedarf oder leerer Batterie direkt auf den Antriebsstrang.
Für Modelle wie den Dolphin G DM-i gibt der Hersteller eine kombinierte Reichweite von über 1.000 Kilometern bei voller Batterie und gefülltem Tank an. Dieses Konzept soll Kunden ansprechen, die den Umstieg zum reinen E-Auto noch scheuen, aber im Alltag überwiegend elektrisch fahren wollen. Ob die komplexe Technik langfristig zuverlässig arbeitet und die Effizienzvorteile in der Praxis Bestand haben, müssen erst noch unabhängige Tests zeigen.
BYD-Angebote unter Berücksichtigung der maximalen staatlichen Förderung:
| DOLPHIN SURF | 13.490 Euro |
| DOLPHIN | 21.040 Euro |
| DOLPHIN G DM-i | 15.990 Euro |
| ATTO 2 | 25.990 Euro |
| ATTO 2 DM-i Boost | 22.990 Euro |
| ATTO 3 EVO | 29.990 Euro |
| SEAL U DM-i | 28.990 Euro |
| SEAL 6 DM-i Touring | 26.490 Euro |
| SEAL (Modelljahr 2026) | 32.340 Euro |
| SEALION 7 | 36.040 Euro |
| TANG | 47.990 Euro |
Ein Portfolio unter Druck
Die Preissenkungen beschränken sich nicht auf die Einstiegsmodelle. Die gesamte Palette wird neu kalkuliert, um in den jeweiligen Segmenten konkurrenzfähiger zu werden. Das E-SUV Atto 2 startet nun bei 25.990 Euro, der neuere Atto 3 EVO bei 29.990 Euro. Selbst die Sportlimousine Seal aus dem Modelljahr 2026 ist mit einem Preis von 32.340 Euro im Angebot – ein Nachlass von über 15.000 Euro gegenüber dem ursprünglichen Preis. Auch die größeren SUVs Sealion 7 (ab 36.040 Euro) und TANG (ab 47.990 Euro) sowie die weiteren DM-i-Hybridmodelle wie der Seal 6 DM-i Touring (ab 26.490 Euro) sind Teil der Preisoffensive.
Fazit: Der Preiskampf ist eröffnet
BYD nutzt seine Skaleneffekte und die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette, insbesondere bei der Batteriefertigung, um den europäischen Markt mit einer aggressiven Preisstrategie aufzurollen. Die „Sommeroffensive“ ist keine einfache Rabattaktion, sondern ein strategischer Vorstoß in das Volumensegment, das bisher von Marken wie Volkswagen, Stellantis und Renault dominiert wird. Die Botschaft aus der deutschen BYD-Zentrale in Offenbach ist unmissverständlich: Man will nicht nur Nischen besetzen, sondern im europäischen Massenmarkt angreifen. Die Reaktion der etablierten Hersteller dürfte nicht lange auf sich warten lassen.


