Audi belebt einen traditionsreichen Namen wieder und präsentiert den elektrischen A2 e-tron. Das neue Kompaktmodell setzt den Fokus auf Effizienz und soll mit einem Verbrauch von nur 12,8 kWh auf 100 Kilometer neue Maßstäbe setzen. Entwickelt in Ingolstadt, zielt das Fahrzeug auf europäische Kunden ab und startet zu einem Preis von 38.200 Euro. Doch während die Aerodynamik überzeugt, bleiben wichtige technische Daten noch unbekannt.
Aerodynamik schlägt Leistung
Mit einem cW-Wert von 0,24 erreicht das Fahrzeug einen Bestwert im Kompaktsegment der Marke. Diese Windschlüpfigkeit ist der entscheidende Faktor für den angestrebten WLTP-Verbrauch von 12,8 kWh pro 100 Kilometer in der sparsamsten Konfiguration. Damit unterbietet der A2 e-tron viele Wettbewerber in seiner Klasse und positioniert sich als reichweitenoptimiertes Fahrzeug für den Alltag. Die maximale Reichweite gibt Audi mit bis zu 646 Kilometern an, was auf eine beachtliche Batteriekapazität im Topmodell schließen lässt.

Antrieb und Batterie: Viele Varianten, wenig Details
Während Audi die Effizienz betont, bleiben zentrale technische Daten vage. Die Ankündigung umfasst vier verschiedene Leistungsstufen und drei Batteriegrößen. Die Ingolstädter nennen jedoch weder die genauen Leistungsdaten in Kilowatt noch die Kapazitäten der Akkus in Kilowattstunden. Diese Informationslücke erschwert eine Einordnung in das Wettbewerbsumfeld. Es ist davon auszugehen, dass der Einstiegspreis von 38.200 Euro für das Modell mit der kleinsten Batterie und der geringsten Leistung gilt. Welche Konfiguration die beworbene Reichweite von 646 Kilometern erreicht und zu welchem Preis, bleibt vorerst offen. Ein technisches Highlight ist die Fähigkeit zum bidirektionalen Laden, das sowohl Vehicle-to-Load (V2L) als auch Vehicle-to-Home (V2H) ermöglicht.
Innenraum mit cleveren Details und neuer Display-Landschaft
Im Cockpit dominiert das serienmäßige MMI-Panoramadisplay. Es kombiniert ein 11,9 Zoll großes virtuelles Cockpit mit einem 12,8 Zoll großen MMI-Touchdisplay unter einer durchgehenden Glasfläche. Audi verspricht eine hohe Variabilität im Innenraum, unterstützt durch ein 1,6 Quadratmeter großes Panoramaglasdach, das für ein großzügiges Raumgefühl sorgen soll. Ein aus dem Zubehörbereich bekanntes Detail findet erstmals serienmäßig den Weg ins Premiumsegment: das Fidlock-Befestigungssystem. Es erlaubt die modulare Anbringung von Zubehör an der Mittelarmlehne.
Software und Assistenten auf Serienniveau
Audi stattet den A2 e-tron bereits in der Basisversion umfangreich aus. Zum Serienumfang gehören ein Notbrems-, Ausweich- und Aufmerksamkeitsassistent sowie der adaptive Geschwindigkeitsassistent (ACC). Eine Einparkhilfe plus mit Rückfahrkamera ist ebenfalls Standard. Die Software-Architektur integriert einen KI-gestützten „Audi assistant“ als Sprachsteuerung und den bekannten e-tron Routenplaner, der Ladestopps intelligent in die Navigation einplant. Informationen zur verbauten Sensorik für weiterführende Fahrfunktionen, nennt die Pressemitteilung nicht.
Fazit: Konsequente Effizienz mit offenen Fragen
Mit dem A2 e-tron kehrt Audi zu einer alten Tugend zurück: der maximalen Effizienz auf kompakter Grundfläche. Der Fokus auf Aerodynamik und ein niedriger Basisverbrauch sind die richtigen Schritte, um im hart umkämpften europäischen Kompaktsegment zu punkten. Die Zurückhaltung bei den zentralen Leistungs- und Batteriedaten hinterlässt jedoch Fragezeichen und macht eine finale Bewertung unmöglich. Der Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, wie sich die Preise für die reichweitenstärkeren Modelle im Vergleich zu Konkurrenten wie dem Tesla Model 3 oder neuen Modellen von VW und anderen Herstellern positionieren. Der Bestellstart ist für den 10. September 2026 angesetzt.







