Smart #5: Schlüssel in der Apple Wallet und verbesserte Assistenzsysteme

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Smart wertet sein SUV-Modell Smart #5 per Over-the-Air-Update auf. Die Softwareversion OS 2.3.0 EU integriert den digitalen Fahrzeugschlüssel in Apples Wallet und optimiert Assistenzsysteme für ein sichereres Fahrerlebnis.

Apple Wallet als Fahrzeugschlüssel

Die Integration erlaubt es, das Fahrzeug über ein kompatibles iPhone oder eine Apple Watch zu entriegeln und zu starten, ohne die „Hello smart“-App nutzen zu müssen. Dies erhöht den Komfort im Alltag spürbar. Nutzer lassen das Smartphone in der Tasche, eine freihändige Bedienung und automatische Verriegelung beim Verlassen des Fahrzeugs sind möglich.

Die Einrichtung des Wallet-Schlüssels erfolgt wahlweise über die App oder direkt am zentralen Display des Smart #5. Auch die Freigabe des digitalen Schlüssels an andere Personen gestaltet sich einfach; ein eigenes Smart-Konto ist hierfür nicht erforderlich. Der Fahrzeugbesitzer behält jedoch jederzeit die Kontrolle und widerruft den Zugriff bei Bedarf über Apple Wallet oder die „Hello smart“-App.

Diese tiefe Integration in ein mobiles Ökosystem wie Apple Wallet bietet zwar viel Bequemlichkeit, wirft aber auch Fragen auf. Wie robust erweist sich das System bei einem leeren Smartphone-Akku oder einem verlorenen Gerät? Die Abhängigkeit von externen mobilen Endgeräten stellt für einige Nutzer ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar. Wettbewerber bieten ebenfalls digitale Schlüssel an, doch die nahtlose Wallet-Integration ist ein Schritt, der die Benutzerfreundlichkeit in den Vordergrund rückt.

Fahrdynamik und Personalisierung

Das Update adressiert auch die Fahreinstellungen des Smart #5. smart verspricht eine verbesserte Stabilität und Performance. Anpassungen der Fahreinstellungen erfolgen nun flüssiger und zuverlässiger. Optimierte Steuerungs- und Rücksetzfunktionen erleichtern es Fahrern, individuelle Präferenzen festzulegen. Das Fahrzeug soll sich so besser an persönliche Vorlieben anpassen lassen.

Diese „Verbesserungen“ klingen zunächst unspezifisch. Ob es sich hier um eine signifikante Weiterentwicklung der Fahrdynamik oder primär um die Behebung kleinerer Software-Mängel handelt, lässt sich aus der reinen Ankündigung nicht ableiten. Viele neue Elektrofahrzeuge bieten bereits umfassende Personalisierungsmöglichkeiten der Fahreinstellungen.

Intelligente Ablenkungswarnung: Mehr Sicherheit durch Überwachung?

Ein wichtiger Aspekt des Updates ist die Optimierung der Ablenkungswarnung. Das System erkennt nun zuverlässiger, wenn der Fahrer seinen Blick während der Fahrt wiederholt auf den Beifahrer-Displaybereich richtet. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit des Fahrers wieder stärker auf das Verkehrsgeschehen zu lenken. Die Funktion bleibt in allen Fahrstufen des Smart #5 aktiv, ausgenommen der Parkposition (P). Bei längerem Blick auf das Beifahrer-Display erscheint eine Warnmeldung.

Die verbesserte Warnfunktion soll Ablenkungen reduzieren und ein konzentrierteres Fahrerlebnis ermöglichen. Aus technischer Sicht ist die präzise Blickerfassung und -analyse ein wichtiges Merkmal für moderne Fahrerassistenzsysteme. Dennoch stellt sich die Frage nach der Balance zwischen Sicherheit und potenzieller Gängelei. Wie gut ist die Kalibrierung des Systems? Drohen Fehlalarme oder unnötige Interventionen, die den Fahrer irritieren, anstatt ihn zu unterstützen? Ein zu aggressives System führt schnell zu Akzeptanzproblemen.

Bild von Bernd Troller

Bernd Troller

Auf dem heimischen Dach seinen eigenen Kraftstoff produzieren zu können, ist für Bernd der größte Vorteil der Elektromobilität. Gut, das leise Fahren mit seinem VW ID.3 schätzt er natürlich auch.

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