Scout: Mit den elektrischen SUV und Pick-ups dauert es noch bis 2028 bzw. 2030

Scout Traveler SUV

Die Rückkehr der legendären US-Geländewagenmarke Scout lässt länger auf sich warten. US-Medien greifen eine Auswertung des Analyseunternehmens AutoForecast Solutions auf, nach der sich der Produktionsstart des Modells Traveller (SUV) bis Anfang 2028 und des Terras (Pick-up) sogar bis Anfang 2030 verschieben könnte.

Scout Motors selbst kommuniziert offiziell weiterhin einen Produktionsbeginn für 2027, mit ersten Auslieferungen ab 2028. Auf Nachfrage erklärte ein Unternehmenssprecher sei der Produktionsbeginn für 2027 geplant. Noch in diesem Jahr werde man mit der Fertigung erster Validierungsfahrzeuge beginnen, die 2027 in die Serienproduktion übergehen. Das Volkswagen-Tochterunternehmen hat für die Produktion Anfang 2024 mit dem Bau einer neuen Fertigungsstätte in Blythewood, South Carolina begonnen.

Scout Terra Pick-up

Nicht die erste Hiobsbotschaft

Es ist nicht das erste Mal, dass Zweifel am Zeitplan aufkommen. Bereits im Februar berichtete der Spiegel (€) von „technischen Problemen“, die den Serienstart des Traveler auf 2028 verschieben könnten. Damals blieb ein aktualisierter Zeitplan für den Terra-Pickup offen. Scout-Mitarbeiterin Jamie Vondruska versuchte im firmeneigenen Forum zu beruhigen: Man mache „gute Fortschritte“ und arbeite weiterhin „mit vollem Einsatz“ an den Fahrzeugen.

EREV statt reines Elektroauto

Unabhängig vom genauen Starttermin steht fest, dass Traveler und Terra zunächst nicht als reine Elektrofahrzeuge auf den Markt kommen. Scout setzt aufgrund der politischen Gegebenheiten in den USA auf Extended-Range Electric Vehicles (EREV). Dabei arbeitet ein kleiner Vierzylinder-Verbrenner als Range Extender. Der Motor hat keine Verbindung zur Achse. Er dient lediglich als Stromgenerator. Mehr als 100.000 der bisherigen Reservierungsinhaber haben sich für das EREV-Modell entschieden – und damit gegen die reine Elektrovariante.

Die EREV-Versionen sollen eine kombinierte Reichweite von über 800 Kilometern erreichen, während die reinen BEV-Modelle bis zu etwa 560 Kilometer schaffen sollen. Beide Modelle waren ursprünglich unter 60.000 US-Dollar angesetzt; ob diese Preisansage angesichts der Verzögerungen zu halten ist, bleibt abzuwarten. Interessenten konnten bislang mit einer rückerstattbaren Anzahlung von 100 US-Dollar einen Platz reservieren.

Scott Keogh, CEO Scout
Scout-CEO Scott Keogh bei der IAA 2025 in München

Fazit: Wiederbelebung ist kein Selbstläufer

Die Entwicklung völlig neuer Fahrzeuge von Grund auf ist selten ein reibungsloser Prozess – Verzögerungen sind in der Branche keine Seltenheit. Dabei ist die Marke Scout in den USA Kult, viele Menschen erinnern sich an die von 1961 bis 1980 hergestellten Pick-ups. Einer der Protagonisten der US-Serie „Animal Kingdom“ fährt einen Scout Harvester. Zudem setzt die wiederbelebte Marke mit Pick-ups auf ein beliebtes Auto-Format. Dennoch dürfte die wachsende Unsicherheit rund um Scout den Reservierungsinhabern langsam Sorgen Freude bereiten. Wann Traveler und Terra auf die Straße kommen, bleibt vorerst offen.

Scout Traveler SUV
Bild von Maik Machnig

Maik Machnig

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