Die Pannenhelfer waren im vergangenen Jahr so gefragt wie selten zuvor. Im Schnitt ging alle neun Sekunden ein Notruf ein, was sich auf insgesamt 3.691.813 Einsätze im Jahr 2025 summiert. Das entspricht einem Anstieg von rund 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders einsatzreich war der 29. Dezember, an dem die Helfer alle fünf Sekunden ausrücken mussten und 18.588 Pannen bewältigten. Der pannenstärkste Monat war der Januar mit 356.847 Einsätzen.
Der Pannen-Spitzenreiter
Unabhängig vom Antriebstyp bleibt die häufigste Pannenursache unverändert. Mit einem Anteil von 45,4 Prozent war eine schwache oder defekte Starterbatterie der Hauptgrund für einen unfreiwilligen Stopp. An zweiter Stelle folgten Probleme mit dem Motormanagement oder dem Hochvoltsystem, die für 21,8 Prozent der Pannen verantwortlich waren. Dazu zählen Defekte an der Einspritzung, der Zündung oder der Sensorik.
Auch E-Autos bleiben liegen
Mit der wachsenden Zahl von Elektroautos auf den Straßen nehmen auch deren Pannen zu. Im Jahr 2025 gab es 50.445 Einsätze bei reinen Elektrofahrzeugen, was einem Zuwachs von rund 15 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Auch Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid-Antrieb blieben häufiger liegen. Hier verzeichnete die Statistik 59.985 Einsätze, ein Plus von etwa 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Überraschende Ursache: Nicht die Hochvoltbatterie ist das Problem
Entgegen der verbreiteten Annahme ist es bei Elektroautos selten der große Fahrakku, der Probleme bereitet. Ähnlich wie bei Verbrennern war auch hier bei rund der Hälfte aller Fälle eine defekte 12-Volt-Starterbatterie die Pannenursache. Dieses Bauteil ist für den Start der Bordelektronik zuständig, bevor das Hochvoltsystem aktiviert wird. Fällt sie aus, lässt sich auch ein E-Auto nicht mehr starten.
Digitalisierung auf dem Vormarsch
Die Art der Pannenmeldung verändert sich ebenfalls. Ein starker Anstieg wurde beim digitalen Notruf registriert. Der Anteil der Pannen, die per App oder über die Webseite gemeldet wurden, stieg im Vergleich zu 2024 um 16 Prozent auf 695.520. Bundesweit kümmern sich rund 1700 Pannenhelfer sowie 550 Partnerunternehmen um die liegengebliebenen Fahrzeuge.