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Volvo: Nur noch E-Autos im Direktvertrieb

Volvo C40

Beim schwedischen Autohersteller Volvo geht es Schlag auf Schlag. Erst kürzlich durften Journalisten erste Testfahrten im elektrischen Volvo XC 40 Recharge P8 unternehmen (siehe Video). Jetzt folgt bereits die Vorstellung des zweiten reinen Elektroautos. Auf gleicher Basis (CMA-Plattform) kommt der Volvo C 40 Recharge. Das Crossover-Modell verbindet einen SUV mit dem dynamischen Dachlinien-Design eines Coupés. 

Ab 2030 nur noch Elektroautos

Bis 2025 will die Geely-Tochter fünf E-Modelle im Programm haben. Ab diesem Jahr sollen Elektrofahrzeuge die Hälfte des weltweiten Absatzes ausmachen. Der Rest entfällt auf Hybride. Bereits in diesem Jahr will die deutsche Vertriebsorganisation die Hälfte aller Autos mit Stecker verkaufen. „Es gibt keine langfristige Zukunft mehr für Autos mit Verbrennungsmotor“, sagt Henrik Green, Chief Technology Officer bei Volvo. „Wir sind fest entschlossen, bis 2030 ein reiner Elektroautohersteller zu werden. Dadurch können wir die Erwartungen unserer Kunden erfüllen und bei der Bekämpfung des Klimawandels ein Teil der Lösung sein.“

Hakan Samuelsson
Håkan Samuelsson, Präsident und CEO Volvo

Elektrisch und online in die Zukunft

Das ist ein weiterer Paukenschlag aus Göteborg. Nach Ankündigungen von General Motors, Ford und Jaguar ist auch für Volvo der Weg in die automobile Zukunft rein elektrisch. Volvo ist mit 661.000 Fahrzeugen (2020) keiner großen Autohersteller. Doch der Schritt hat Signalwirkung. Bereits im Mai 2020 wurden alle Fahrzeuge aus Umweltschutz- und Sicherheitsgründen auf Tempo 180 begrenzt. „Wir konzentrieren uns voll und ganz darauf, eine führende Position im schnell wachsenden Premium-Elektroauto-Segment einzunehmen“, sagt Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo Cars, „Um erfolgreich zu bleiben, brauchen wir profitables Wachstum. Anstatt in ein schrumpfendes Geschäft zu investieren, investieren wir lieber in die Zukunft – elektrisch und online.

groessten autohersteller 2020
Volvo, die Tochter von Geely, taucht erst auf Platz 16 unter den größten Autoherstellern auf. (FCA und PSA sind inzwischen zu Stellantis fusioniert.)

Mieten statt kaufen

Modelle wie der XC 40 und C 40 werden ausschließlich online vertrieben. Die Abwicklung erfolgt unter dem Angebot „Care by Volvo“. Bislang macht das Miet-Abo-Modell nur sechs Prozent des Gesamtgeschäftes aus, doch lag die Wachstumsrate im Pandemie-Jahr 2020 bei 22 Prozent. Wer ein Auto für den festen Vertragszeitraum von 36 Monaten mietet, zahlt 699 Euro pro Monat. Für den flexiblen Vertrag mit drei Monaten Kündigungsfrist liegt die Rate bei 769 Euro pro Monat. Dabei deckt die Abo-Rate alles ab: Versicherung, planmäßige Wartung und eine Mobilitätsgarantie. „Unsere Kunden sollen in einem Volvo möglichst sorgenfrei unterwegs sein. Dafür nehmen wir ihnen die Komplexität beim Kauf und beim Fahren ab. Vereinfachung und Komfort sind der Schlüssel zu allem, was wir tun“, sagt Lex Kerssemakers, Mitglied des Vorstandes von Volvo Cars und Leiter Global Commercial Operations. An Lösungen für einen Barkauf eines E-Autos über den Online-Kanal wird derzeit noch gearbeitet.

Volvo C40 mit Coupé-artiger Dachlinie

Für die stationären Händler bleibt die Rolle als Probefahrt-Anbieter sowie der Bereich Service und Wartung. Volkswagen macht es ähnlich. Bei der ID-Fahrzeugsreihe ist der Händler nur noch Verkaufsagent, der eine Provision für seine Vermittlung erhält. 

Batterie und Antrieb wie beim XC 40

Der Volvo C40 Recharge verzichtet gänzlich auf Leder. Das Infotainmentsystem basiert ebenfalls auf Android Automotive. Updates und App-Installationen (Play Store) halten den Wagen auf dem neuesten Stand. Den Vortrieb des 4,43 m langen E-Autos übernehmen zwei Permanent-Magnet-Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse, mit einer Leistung von 300 kW (408 PS) und 660 Nm Drehmoment. Die nötige Energie liefert eine 78-kWh-Batterie, die eine Reichweite von rund 420 Kilometer (WLTP) ermöglicht. 

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Dirk Kunde

Dirk Kunde

Elektroautos, Brennstoffzellen, stationäre Speicherbatterien, Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren – die spannendsten Entwicklungen passieren im Bereich Mobilität. Darum dreht es sich in meinen Artikeln und Videos. Als Journalist bin ich stets auf der Suche nach neuen Ideen für Mobilität von Morgen.

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