Hyundai ruft weltweit rund 40.000 Exemplare des Elektro-Kleinwagens Inster zurück. In Deutschland betrifft das knapp 15.000 Fahrzeuge. Grund ist eine Brandgefahr.
Defektes Ventil im Thermomanagement
Auslöser ist eine Beschädigung im zentralen 3-Wege-Ventil des Kühlkreislaufs. Das Bauteil kann schleichend Kühlmittel austreten lassen. Trifft die Flüssigkeit auf elektrische Komponenten in der Nähe, entsteht ein Kurzschlussrisiko – im ungünstigsten Fall bis zum Fahrzeugbrand. Nach aktuellem Stand kam es bislang weder zu Personen- oder Sachschäden.
Betroffen sind alle Inster-Modelle aus dem Produktionszeitraum vom 14. Februar 2024 bis zum 14. April 2026. Angesichts der langen Transportwege aus Südkorea dürfte damit ein Großteil der in Deutschland neu Fahrzeuge ebenfalls unter die Rückrufaktion fallen. Das Kraftfahrt-Bundesamt überwacht die Maßnahme unter der Referenznummer 16829R.
Austausch in der Vertragswerkstatt
Hyundai tauscht das fehlerhafte Ventil gegen eine überarbeitete Version. Die Reparatur läuft über das Vertragswerkstattnetz, betroffene Halter werden angeschrieben, sobald das Kraftfahrtbundesamt die Halterdaten freigibt. Für die Terminvereinbarung benötigen Kunden den Rückrufcode 61D127.
Der Zeitpunkt trifft Hyundai ungünstig: Erst im Juni hatte der Hersteller mit der Ausstattungslinie Inster Lounge ein Facelift samt neuer Optik und optionalem Effizienz-Paket vorgestellt. Der Rückruf zeigt, dass auch bei kompakten E-Autos mit vergleichsweise einfacher Technik sicherheitsrelevante Bauteilfehler auftreten – ein Problem, das die Branche von Tesla bis VW in unterschiedlicher Form bereits kannte.



