Zukunftskonzept steht: Gläsernen VW-Manufaktur wird Teil des Innovationscampus in Dresden

Volkswagen

Dresdens Gläserne Manufaktur, ein Standort, der lange für die Fertigung hochwertiger Automobile stand, vollzieht einen strategischen Wandel. Gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der Technischen Universität Dresden entwickelt Volkswagen diesen ikonischen Ort zu einem Zentrum für Zukunftstechnologien. Ab dem kommenden Jahr entsteht hier ein Innovationscampus, der Forschung, Entwicklung und industrielle Anwendung in Schlüsselbereichen vorantreibt.

Ein Zentrum für Zukunftstechnologien in Dresden

Die Gläserne Manufaktur Dresden (GMD) wird zum Herzstück eines neuen Innovationscampus. Im Fokus stehen zentrale Technologiefelder wie Künstliche Intelligenz (KI), Robotik, Mikroelektronik und Chip-Design. Volkswagen, der Freistaat Sachsen und die TU Dresden haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die diese strategische Partnerschaft besiegelt. Volkswagen stellt der TU Dresden umfangreiche Flächen in der 2002 eröffneten Manufaktur zur Verfügung. Eine gemeinsame Investition von über 50 Millionen Euro ist für die kommenden sieben Jahre geplant, die Forschung, Technologieentwicklung und vier neue Stiftungsprofessuren umfasst. Die Manufaktur bleibt dabei Auslieferungs- und Forschungsstandort sowie eine Erlebniswelt für Besucher.

Strategischer Wandel für Wettbewerbsfähigkeit

Diese Neuausrichtung ist Teil des Programms „Zukunft Volkswagen“, das bereits vor einem Jahr gemeinsam mit der Arbeitnehmerseite vereinbart wurde. Die Fahrzeugfertigung in Dresden wird Ende dieses Jahres planmäßig eingestellt. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die Notwendigkeit, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Marke zu sichern, was eine Anpassung der Produktionskapazitäten und eine Reduzierung von Arbeitsplätzen an deutschen Standorten bis 2030 beinhaltet. Für die Beschäftigten der Volkswagen AG und Volkswagen Sachsen GmbH wurde im Gegenzug eine Beschäftigungssicherung bis 2030 vereinbart.

Thomas Schäfer, CEO der Marke Volkswagen, betont die sorgfältige Abwägung der Entscheidung, die Fahrzeugproduktion in Dresden zu beenden. Er sieht in der Transformation zu einem Innovationscampus eine Perspektive, die Mobilität, Technologie und Wissenschaft zusammenführt. Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, hebt die Bedeutung dieser Kooperation für den Industriestandort Sachsen hervor. Er sieht darin ein Zeichen für den Anspruch des Landes, bei Zukunftstechnologien eine Vorreiterrolle einzunehmen und neue Wachstumsdynamiken zu entfalten.

Mitarbeiter im Übergang: Neue Perspektiven schaffen

Die aktuell 230 Mitarbeiter der Gläsernen Manufaktur werden ihren Arbeitsplatz in Dresden behalten. Volkswagen bietet den Beschäftigten, deren Tätigkeiten im Laufe der Zeit entfallen, verschiedene sozialverträgliche Alternativen an. Dazu gehören Wechsel an andere Standorte wie Zwickau und Chemnitz, Altersteilzeitregelungen oder Aufhebungsverträge. Auch ein Wechsel ins Stammwerk nach Wolfsburg ist eine Option.

Zeitplan für den Innovationscampus Dresden

Der Umbau zur Forschungs- und Entwicklungsstätte folgt einem klaren Zeitplan. Ab Januar 2026 beginnt der Rückbau der Fertigungslinie für den ID.3, parallel dazu werden die Vorbereitungen für den Umbau zum Innovationscampus getroffen. Mitte 2026 starten die ersten gemeinsamen Forschungsprojekte mit der Technischen Universität Dresden, und ab 2027 wird der Regelbetrieb aufgenommen. Perspektivisch wird die TU Dresden fast die Hälfte der Flächen der Gläsernen Manufaktur nutzen, um dort den „TUD InnoX Campus“ nach dem Vorbild der Station F in Paris einzurichten. Dieser Campus soll exzellente Forschung und praxisnahen Transfer in Schlüsseltechnologien mit starkem Fokus auf industrielle Anwendungen bündeln.

Ein offenes Haus für Innovation und Erlebnis

Trotz des Wandels bleibt die Gläserne Manufaktur ein wichtiger Anlaufpunkt. Sie wird weiterhin als Auslieferungs- und Forschungszentrum sowie als Erlebniswelt für Volkswagen erhalten bleiben. Nach der Autostadt in Wolfsburg ist sie der zweitgrößte Auslieferungsstandort für Volkswagen in Deutschland und zieht jährlich über 100.000 Besucher an. Das offene Konzept des InnoXcampus bietet zukünftig Einblicke in die Themen des Automobilbaus, der Robotik und Künstlichen Intelligenz und bringt Menschen mit zukunftsweisenden Technologien in Kontakt.

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