Škoda Peaq: Neues Elektro-Flaggschiff der Marke

Škoda stellt Mitte 2026 sein neues Elektro-Flaggschiff Peaq vor. Das 7-Sitzer-SUV bietet über 600 km Reichweite, basiert aber auf der bekannten MEB-Plattform.

Škoda erweitert sein Elektro-Portfolio und präsentiert mit dem Peaq einen ersten Ausblick auf das neue Flaggschiff der Marke, das Mitte 2026 auf den Markt kommen soll. Das große SUV basiert auf der Konzeptstudie Vision 7S und bietet Platz für bis zu sieben Personen sowie eine Reichweite von über 600 Kilometern.

Technisch setzt der tschechische Hersteller dabei auf den bekannten Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) aus dem. Volkswagen-Konzern. Eine Entscheidung, die für ein 2026 erscheinendes Topmodell Fragen zur Zukunftsfähigkeit aufwirft, insbesondere bei der Ladeleistung.

Modern Solid beim Design

Mit einer Länge von knapp 4,90 Metern und einem Radstand von 2.965 Millimetern wird der Peaq das bisher größte Modell im Portfolio von Škoda. Das Design folgt der neuen Gestaltungsphilosophie „Modern Solid“, die sich durch klare Linien und eine funktionale Ästhetik auszeichnet. An der Front dominiert das sogenannte „Tech-Deck-Face“, eine geschlossene, schwarz glänzende Fläche, die den klassischen Kühlergrill ersetzt und von vertikalen LED-Leisten hinterleuchtet wird. Flankiert wird es von optionalen Voll-LED-Matrix-Scheinwerfern. Ein weiteres Detail sind die bündig in die Karosserie eingelassenen Türgriffe, die elektrisch ausfahren und die Aerodynamik verbessern sollen.

„Die selbstbewusste Ausstrahlung des Škoda Peaq wird durch unsere ‚Modern Solid‘-Designprinzipien geprägt – durch Klarheit, Einfachheit und einen klaren Fokus auf Funktionalität und Raum. Der Peaq wird dazu beitragen, die Identität und Wahrnehmung unserer Marke deutlich weiter zu schärfen“, sagt Oliver Stefani, Leiter Škoda Design.

Fokus auf Komfort: Innenraum, Infotainment und neue Extras

Der lange Radstand schafft im Innenraum großzügige Platzverhältnisse, auch in der optionalen dritten Sitzreihe. In der Konfiguration als Fünfsitzer bietet der Peaq mit bis zu 1.010 Litern das größte Kofferraumvolumen aller aktuellen Škoda-Modelle. Ein zusätzlicher Stauraum mit 37 Litern Volumen befindet sich unter der Fronthaube, ein sogenannter Frunk.

Im Cockpit kommt ein neues Infotainmentsystem auf Android-Basis zum Einsatz, das über einen vertikal ausgerichteten 13,6-Zoll-Bildschirm bedient wird. Fahrrelevante Informationen zeigt ein 10-Zoll-Display hinter dem Lenkrad an. Ein Augmented-Reality-Head-up-Display ist optional verfügbar. Für die Klangkulisse sorgt erstmals ein in Kooperation mit Sonos entwickeltes Audiosystem. Zu den Komfortmerkmalen zählen AGR-zertifizierte Sitze mit Massagefunktion und eine Wellness-App, die Klimatisierung, Ambientebeleuchtung und Sitzmassage steuert. Diese Funktionen werden in Deutschland in verschiedenen Ausstattungspaketen gebündelt. Ein weiteres Novum ist das große Panoramadach mit „Dynamic Shade Control“, dessen neun Segmente sich elektrochrom verdunkeln lassen.

Leistung trifft auf technische Limitierungen

Škoda wird den Peaq in drei Antriebsvarianten anbieten. Die Leistungsspanne reicht von 150 kW (204 PS) im Einstiegsmodell bis zu 220 kW (299 PS) in der Allradversion 90x. Die Modelle mit der größeren Batterie sollen eine Reichweite von über 600 Kilometern erzielen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h absolviert die Topversion in 6,7 Sekunden.

Der entscheidende Punkt ist jedoch die technische Basis: Der Peaq nutzt die bekannte MEB-Architektur des Volkswagen-Konzerns, eine 400-Volt-Plattform. Laut Škoda soll der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent rund 28 Minuten dauern. Während dieser Wert heute konkurrenzfähig ist, dürften Wettbewerber bis zum Marktstart 2026 verstärkt auf 800-Volt-Systeme setzen, die Ladezeiten von unter 20 Minuten ermöglichen. Hier zeigt sich eine technische Limitierung der Plattform, die für ein Flaggschiffmodell kritisch werden könnte. Positiv zu vermerken sind die Fähigkeiten zum bidirektionalen Laden: Mittels Vehicle-to-Load (V2L) kann das Fahrzeug externe Geräte mit Strom versorgen, Vehicle-to-Home (V2H) erlaubt die Einspeisung von Energie in das heimische Stromnetz. Die dazugehörige DC-Wallbox Ambibox DC 5 kostet 2.995 Euro.

„Der Škoda Peaq ist konzipiert für den Einsatz im Alltag – für Familien, die Platz benötigen, für Fahrer, die Sicherheit auf langen Strecken suchen, und für alle, die modernen Stil ohne Kompromisse schätzen“, sagt Klaus Zellmer, Škoda Auto CEO.

Geräumig, aber technisch konservativ

Der Škoda Peaq verspricht, ein äußerst geräumiges und praktisches Elektro-SUV zu werden, das mit vielen Komfort-Features und cleveren Detaillösungen die markentypischen Stärken ausspielt. Die Entscheidung, für ein 2026 startendes Flaggschiff auf die bewährte, aber nicht mehr neueste MEB-Plattform zu setzen, ist jedoch ein Kompromiss.

Insbesondere die Ladeleistung könnte im Vergleich zu Konkurrenten wie dem Kia EV9 oder kommenden Modellen chinesischer Hersteller, die bereits heute schnellere 800-Volt-Systeme nutzen, ins Hintertreffen geraten. Der Peaq positioniert sich somit als pragmatische, raumorientierte Wahl in einem technologisch schnelllebigen Marktumfeld.

Bild von Maik Machnig

Maik Machnig

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