Rivian entwickelt seine Fahrerassistenzsysteme grundlegend weiter. Eine eigene Autonomie-Plattform soll künftigen Modellen wie dem R2 und R3 zu erweiterten Fähigkeiten verhelfen. Die Basis dafür schaffen selbst entwickelte Chips, eine neue Sensorik und eine tiefe Integration von künstlicher Intelligenz.
Mehr Rechenleistung durch eigenen Chip
Herzstück des neuen Systems ist ein von Rivian entwickelter Zentralrechner. Er bietet rund zehnmal mehr Rechenleistung als die bisherige Hardware. Diese Leistungssteigerung ist notwendig, um die Daten der neuen, hochauflösenden Sensoren in Echtzeit zu verarbeiten. Der Eigenbau der Computer-Hardware gibt dem Unternehmen die volle Kontrolle über die Weiterentwicklung der Software und zukünftige Funktionen.
Ein neuer Satz an Sensoren für den Rundumblick
Die Fahrzeuge erhalten ein neues Sensor-Set. Es besteht aus elf Kameras mit höherer Auflösung und fünf Radargeräten, die strategisch um das Fahrzeug herum platziert sind. Diese Kombination soll eine klare 360-Grad-Sicht ermöglichen, auch bei schlechten Wetterbedingungen, in der Nacht oder bei direkter Sonneneinstrahlung. Die redundante Abdeckung stellt sicher, dass das Fahrzeug seine Umgebung zuverlässig wahrnimmt.
Künstliche Intelligenz für vorausschauendes Fahren
Die gesammelten Daten werden von einer künstlichen Intelligenz verarbeitet. Das System nutzt diese, um die Aktionen anderer Verkehrsteilnehmer vorherzusagen. Dadurch kann das Fahrzeug nicht nur auf das aktuelle Geschehen reagieren, sondern auch vorausschauend agieren. Dieses Verständnis für komplexe Verkehrssituationen soll die Sicherheit und den Komfort beim Fahren erhöhen.
Zwei Stufen für erweiterte Assistenz
Die neue Technik wird in zwei Varianten angeboten. Die serienmäßige Rivian Autonomy Platform umfasst bereits eine Reihe von Sicherheits- und Assistenzfunktionen. Die erweiterte Version, die Rivian Autonomy Platform+, wird als Bezahloption verfügbar sein. Sie soll Funktionen wie den automatischen Spurwechsel auf Kommando und einen verbesserten Autobahn-Assistenten ermöglichen, der das Fahrzeug über längere Strecken selbstständig steuert.
