BYD verlängert E-Bonus: Preiskampf bei E-Autos geht in die nächste Runde

Der chinesische Automobilhersteller BYD setzt seine aggressive Preisstrategie auf dem deutschen Markt fort und verlängert die als „E-Bonus“ bezeichnete Rabattaktion bis zum 30. Juni 2026.

Dieser Schritt unterstreicht die Absicht des Konzerns, über massive Preisnachlässe schnell Marktanteile in Europa zu gewinnen und den Druck auf etablierte Wettbewerber zu erhöhen.

Preiskampf geht in die nächste Runde

Ursprünglich für das erste Quartal angesetzt, wird die Preisoffensive nun nahtlos fortgeführt. Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit einer hohen Nachfrage und positiven Rückmeldungen aus dem Händlernetz. „Unser E-Bonus hat in den vergangenen drei Monaten zu einer außergewöhnlich hohen Nachfrage geführt. Aus dem Handel erreichen uns durchweg positive Rückmeldungen: Das Interesse an der Marke BYD ist deutlich gestiegen, und die Showrooms sind stark frequentiert“, sagt Patrick Schulz, Commercial Director und Deputy Country Manager von BYD Deutschland. Diese Entwicklung habe das Unternehmen darin bestärkt, die Aktion fortzusetzen. Damit zementiert BYD seine Taktik, den Markteintritt über den Preis statt über schrittweise aufgebaute Markenloyalität zu beschleunigen.

Konkrete Nachlässe für die Modellpalette

Die Preisreduktionen erstrecken sich über die gesamte Modellpalette, die in Deutschland mittlerweile acht vollelektrische Modelle sowie drei Plug-in-Hybride umfasst. Besonders im Fokus steht dabei das Einstiegssegment.

Ein zentrales Lockangebot bleibt der Kleinstwagen BYD Dolphin Surf. Unter Einberechnung des Herstellerbonus sowie der maximalen staatlichen Förderung wird das Fahrzeug weiterhin zu einem Kampfpreis ab 12.990 Euro angeboten. Das führte dazu, dass der Kleinwagen es im Februar erstmals in die Top Ten der E-Auto-Zulassung in Deutschland schaffte. 

Im Segment der Kompakt-SUVs mit Hybridantrieb positioniert sich der BYD Atto 2 DM-i ab 22.990 Euro. Die Bezeichnung DM-i steht dabei für die „Dual Mode“-Hybridtechnologie des Herstellers, die eine hohe Gesamtreichweite sicherstellen soll.

Beim Barkauf eines gerade überarbeiteten Atto 3 Evo gibt es je nach Ausstattungslinie 10.000 bzw. 11.000 Euro Rabatt. Den höchsten Nachlass gewährt der Hersteller beim siebensitzigen SUV BYD Tang, wo der Preisvorteil laut Unternehmensangaben bis zu 21.010 Euro betragen kann.

Fazit: Marktanteile vor Marge

BYD macht deutlich, dass der Markteintritt in Europa vor allem über den Preis erfolgt. Die Verlängerung der Rabattaktion bis Mitte des Jahres ist ein klares Signal an die etablierte Konkurrenz von Volkswagen bis Stellantis: Der Druck im Volumensegment der Elektromobilität nimmt weiter zu. Kurzfristige Margen scheinen für den chinesischen Konzern eine untergeordnete Rolle zu spielen – die Eroberung von Marktanteilen hat Priorität.

Bild von Maik Machnig

Maik Machnig

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