BMW i3 am Polarkreis: „Heart of Joy“ beweist seine Agilität auf Eis und Schnee

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Der 3er steht wie kein anderes Modell für BMW. Seit fünf Jahrzehnten prägt das Auto die Premium-Mittelklasse. Nun bereitet sich der Münchner Autohersteller auf die erste vollelektrische Limousine mit Technik der neuen Klasse vor. Der Marktstart für den BMW i3 ist nicht mehr weit weg. Aktuell absolvieren die Prototypen Erprobungen im Wintertestzentrum in Arjeplog, Schweden, wo der fahrdynamische Feinschliff erfolgt. Die Design-Premiere des BMW i3 ist für den 18. März 2026 geplant. Die neue vollelektrische Modellgeneration ist mit dem elektrischen Antriebssystem (eDrive) der sechsten Generation ausgestattet, welche die bisherigen Möglichkeiten der Elektromobilität erweitert.

Härtetests am Polarkreis: Wo Innovationen reifen

Tests unter extremen Bedingungen im hohen Norden Schwedens sind ein fester Bestandteil der Fahrzeugentwicklung. Die vereisten Straßen und präparierten Flächen auf zugefrorenen Seen rund um Arjeplog bieten ideale Voraussetzungen, um Antrieb und Fahrwerk präzise abzustimmen. Insbesondere elektronische Regelsysteme können auf den reibungsarmen Schnee- und Eisflächen unter reproduzierbaren Bedingungen getestet, analysiert und optimiert werden. Diese präzise Abstimmung bildet die Grundlage für das charakteristische Fahrerlebnis.

„Heart of Joy“: Das intelligente Herzstück der Fahrdynamik

Im Zentrum der Fahrdynamik des BMW i3 steht eine eigenentwickelte Steuerungseinheit: das sogenannte „Heart of Joy“. Als Teil eines leistungsstarken Gesamtsystems steuert es gemeinsam mit der selbstentwickelten Software Antrieb, Bremsen, Teilfunktionen der Lenkung sowie die Rekuperation. Dieses System arbeitet mit einer Regelgeschwindigkeit, die deutlich über der bisheriger Ansätze liegt. Das Ergebnis ist ein agiles und präzises Fahrverhalten, das die Limousine selbst auf anspruchsvollen Untergründen wie den Eisflächen in Arjeplog stabil und kontrollierbar hält. Die schnelle Verarbeitung der Befehle durch die Elektromotoren ermöglicht eine souveräne Fahrstabilität und ein müheloses Fahrerlebnis in jeder Situation.

Oliver Zipse, BMW-CEO, gewährt bei der IAA 2025 einen ersten Blick auf den BMW i3 (rechts)

Agilität und Sicherheit auf neuem Niveau

Die präzise Steuerung des BMW i3 zeigt sich in seiner unmittelbaren Reaktion auf Lenkeingaben. Das „Heart of Joy“ reduziert die Notwendigkeit manueller Regeleingriffe und ermöglicht ein konsistenteres Kurvenverhalten, was dem Fahrer ein erhöhtes Sicherheitsgefühl vermittelt. Selbst im Grenzbereich bleibt das Fahrzeug kontrollierbar. Eine weitere Neuerung ist die „Soft-Stop“-Funktionalität: Durch die genaue Regelung der Elektromotoren wird ein sanfter Anhaltevorgang ohne Rucken oder Bremsgeräusche erreicht. Die erhöhte Fahrstabilität, ermöglicht durch das „Heart of Joy“ auch auf glatten Oberflächen, trägt zudem zur Effizienz bei, indem sie eine intensive Rekuperation auch in Kurvenfahrten erlaubt, ohne die Fahrstabilität zu beeinträchtigen.

Der BMW i3 50 xDrive: Technische Details

Der BMW i3 50 xDrive repräsentiert das zweite Modell der Neuen Klasse. Seine Serienproduktion startet in der zweiten Jahreshälfte 2026. Ausgestattet mit der sechsten Generation des eDrive-Systems (Gen6) und 800-Volt-Technologie, bietet er eine Spitzenladeleistung von bis zu 400 kW. Der elektrische Antrieb besteht aus einem stromerregten Synchronmotor an der Hinterachse und einem Asynchronmotor an der Vorderachse. Die Gesamtsystemleistung liegt bei 345 kW (469 PS) und das maximale Drehmoment bei 645 Nm.

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